16.12.2012

Die Geheimtür führte zum Sieg

Kayleigh McManus siegt bei Lesewettbewerb

Nienburg (DH). Sam sucht seinen Vater und gerät dabei auf geheimnisvolle Weise ins Mittelalter. Auch drei Detektivinnen sind auf der Suche – nach einer verschwundenen Schülerin. Elfriede hat keine beste Freundin. Und Anna schreibt an Mr. Gott. Diese Geschichten hatten die Vorlesesiegerinnen der 6. Klassen der Nienburger Albert-Schweitzer-Schule im Gepäck, als sie sich im Schulwettbewerb der Entscheidung stellten, wer von ihnen am besten vorlesen kann. In den vergangenen Wochen liefen dazu die Vorbereitungen im Deutschunterricht. Dabei wurden die Fragen nach dem richtigen Lesetempo und der sinngemäßen Betonung ebenso geklärt wie die Techniken, die nötig sind, um die besondere Atmosphäre eines Textes wirkungsvoll zu vermitteln.

Mit diesen Kenntnissen und Fertigkeiten traten die Vorleseheldinnen nun vor einem größeren Publikum an. Die Klassen 5a und 5d hörten aufmerksam zu. Das tat selbstverständlich auch die Jury: Die Deutschlehrerin Kerstin Bonas sowie die Deutschlehrer Kai Lieders und Sebastian Toepfer hatten die Vorlese­leistung zu bewerten.

So vielfältig die Geschichten, die die Mädchen präsentierten, auch waren - sie hatten eines gemeinsam: In allen Texten ging es um eine Suche. So las Lea Obier (6a) aus dem Roman „Beste Freundin dringend gesucht“ von Katja Alves. Elfriede sehnt sich nach einer Vertrauten und trifft dabei auf Dieter, der zwar sehr nett ist, aber als beste Freundin nicht in Betracht kommt. Ann-Cathrin Puls (6b) nahm die Fünftklässler mit auf eine nächtliche Bootstour der „drei !!!“. Die drei Detektivinnen begaben sich in Maja von Vogels Buch „Falsches Spiel im Internat“ auf die Suche nach einer Schülerin, die spurlos verschwunden war. Tahnee Kintscher (6d) trug die Gedanken von Anna aus Fynns „Hallo Mister Gott, hier spricht Anna“ vor. Anna ist ein kleines Mädchen, das sich als Freundin von Mr. Gott versteht. In „Die steinerne Pforte“ von Guillaume Prevost bemühte sich Sam, seinen verschollenen Vater wiederzufinden. Kayleigh McManus (6e) präsentierte diese Episode, in der Sam und seine Cousine Lilli einen mittelalterlichen Wandteppich entdecken, hinter dem sich eine geheimnisvolle Tür befindet. Mutig gingen die beiden hindurch, in der Hoffnung, eine Spur von Sams Vater zu finden. Johanna Jentsch ist die beste Vorleserin der Klasse 6c. Leider war sie an diesem Tag erkrankt und konnte nicht am Schulentscheid teilnehmen.

Im Anschluss an die selbst ausgewählten Texte hatten alle Sechstklässlerinnen die Aufgabe zu meistern, einen unbekannten Text situationsgemäß vorzutragen. Die Wahl der Jury fiel dabei auf einen Kinderbuch-Klassiker: „Hilfe, die Herdmanns kommen“ von Barbara Robinson.

Danach zog sich die Jury zu ihrer Beratung zurück. Das Ergebnis: Kayleigh McManus (6e) ist Schulsiegerin der Albert-Schweitzer-Schule. Sie hatte die Jury durch ihre akzentuierte Aussprache, den gekonnten Einsatz von Pausen, aber auch durch die Gestaltung der Emotionen, die die Romanfiguren empfanden, beeindruckt.

Als Schulsiegerin wird sich Kayleigh McManus in wenigen Wochen im Posthof mit den Besten der anderen Schulen im Landkreis messen.

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Erstellt:
16. Dezember 2012, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 29sec

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