Manon Garms DH

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17.08.2016 Von Manon Garms

Die Gesellschaft muss umdenken

Von Manon Garms

„Ungleichbehandlungen von Frauen und Männern finden nach wie vor statt“, sagt die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Nienburg, Petra Bauer, im Hinblick auf die Tatsache, dass heute vor zehn Jahren das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) in Kraft getreten ist. Das Gesetz ist also noch immer notwendig und keineswegs überflüssig geworden.

Dabei gilt zu beachten, dass das Ziel des AGG nicht nur darin liegt, Benachteiligungen wegen des Geschlechts zu verhindern. Auch darf niemand laut Paragraf 1 „aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität“ benachteiligt werden. In der Realität gibt es solche Benachteiligungen aber leider immer noch.

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes spricht sich für eine Reform des Gesetzes aus. Auf der Homepage der Antidiskriminierungsstelle heißt es dazu, es müssten Schutzlücken geschlossen werden, damit Menschen wirksamer gegen Diskriminierung vorgehen können: „Konkret sprechen sich die Expertinnen und Experten etwa für eine Ausweitung der Fristen aus, innerhalb derer Betroffene Ansprüche geltend machen müssen. Auch sollten Verbände die Möglichkeit erhalten, Betroffene vor Gericht zu vertreten.“

Nach einer Umfrage der Antidiskriminierungsstelle hat nahezu jede und jeder Dritte in den vergangenen zwei Jahren Diskriminierung erlebt. Angesichts dessen ist es gut, dass es das AGG gibt. Noch besser wäre, wenn es endlich ein Umdenken in der Gesellschaft gäbe.

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Erstellt:
17. August 2016, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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