Die Grün-Weißen sind willkommen

Die Grün-Weißen sind willkommen

Helge Nußbaum DH

Heute Abend werden in der ARD-Sportschau die Halbfinal-Paarungen im DFB-Pokal ausgelost. Ab 18 Uhr heißt es also nicht nur für mich als glühendem Anhänger des Hamburger SV bibbern und hoffen, dass es nicht eine Auswärtspartie beim FC Bayern München in der Allianz-Arena wird. Mit mir hoffen das wahrscheinlich auch tausende Fans und nicht nur die des HSV, sondern auch des SV Werder Bremen oder von RB Leipzig. Die drei Bundesligisten wünschen sich hingegen wahrscheinlich alle die Rothosen. Ich kann es verstehen, denn so souverän wie erhofft, schaffen wir die Rückkehr ins deutsche Oberhaus anscheinend nicht. Trotzdem war der 2:0-Viertelfinalerfolg beim SC Paderborn am vergangenen Dienstag Balsam für die geschundene HSV-Seele.

Erstmals seit 2009 sind die Hamburger wieder in der Vorschlussrunde dabei. An den letzten Pokalsieg kann sich wahrscheinlich ohnehin schon fast niemand mehr erinnern. Als Uli Stein & Co im Juni 1987 letztmals den Pokal in der Berliner Nachthimmel hoben, stand ich gerade vor meiner Einschulung.

Vor zehn Jahren begann aus meiner Sicht auch der Niedergang des HSV, denn unser großer Nordrivale Werder Bremen riss uns damals im Halbfinale, mit ihrem Auswärtssieg im Elfmeterschießen (3:1), nicht nur aus den DFB-Pokal träumen, sondern versaute uns innerhalb von drei Wochen auch den Einzug ins damalige UEFA-Pokalfinale und einen Champions-League-Platz. Davon ist der HSV heute weit entfernt, aber vielleicht könnten wir ja zehn Jahre später eine neue Ära einläuten.

Also bitte liebe Losfee Lena Goeßling: Schenk dem HSV die Revanche gegen Werder!