Auf dieser Burg hatten einige Stolzenauer Narren vom holländischen Karnevalsverein „CC de Weserpeerden“ Platz. Foto: Archiv

Auf dieser Burg hatten einige Stolzenauer Narren vom holländischen Karnevalsverein „CC de Weserpeerden“ Platz. Foto: Archiv

Landkreis 12.02.2021 Von Mara Kakoschke, Von Helge Nußbaum

Die Holländer brachten Stolzenau den Karneval

DIE HARKE blickt auf die Anfänge im Landkreis Nienburg zurück / Diepenau feiert seit dem Jahr 1589 Faslam

An diesem Wochenende wäre es wieder soweit gewesen: „Düsseldorf Helau“ oder „Kölle Alaaf“. Auch das Narrenvolk aus Stolzenau hätte es ordentlich krachen lassen und Karneval gefeiert. Doch statt Jubel, Trubel, Heiterkeit, Festumzug und verkleideten Feiernden wird es wohl nahezu menschenleer auf den Straßen im Südkreis zugehen.

Überraschend kommt das natürlich alles nicht mehr, denn bereits Ende September 2020 sagte der SKV Rot-Gold Stolzenau die närrische Saison 2020/21 aufgrund der Coronapandemie komplett ab – Ende Februar 2020 wurde hingegen noch kräftig gefeiert.

150 Jahre HARKE: Karneval

DIE HARKE blickt auf die Anfänge des Karnevals im Landkreis Nienburg zurück.

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DIE HARKE blickt auf die Anfänge im Landkreis Nienburg zurück
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© HARKE-Archiv

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„Wir haben nach Abwägung aller Argumente entschieden, dass wir keine Kompromisse oder gar Risiken für unsere Mitglieder und Gäste eingehen wollen“, sagte der Vorsitzende Jürgen Wegener vor knapp fünf Monaten auf HARKE-Nachfrage. Es war ein herber Schlag für die Stolzenauer Karnevalisten: keine Prunksitzung, kein Umzug mit Kamelle, keine ausgelassene Stimmung und auch kein strahlendes Prinzenpaar.

Das derzeitige Prinzenpaar, Prinz Neil I. und Prinzessin Maren I., wird nach der Entscheidung des Vereins jedoch ein weiteres Jahr die Regentschaft des Stolzenauer Narrenvolkes übernehmen (wie es dem Prinzenpaar ohne Karneval geht, erfahren Sie in unserer Ausgabe vom Sonnabend).

In Stolzenau ginges 1967/68 los

DIE HARKE ergreift deshalb im dritten „Historischen Freitag“ die Gelegenheit, einen Blick zurück auf die Anfänge des närrischen Treibens im Landkreis Nienburg zu werfen und da taucht nicht nur der Stolzenauer Karnevalsumzug auf. Erstmals wurde dieser 1969 veranstaltet – allerdings noch relativ klein mit zwei Fahrzeugen und einer Fußgruppe.

Der Umzug führte von der damaligen Holländersiedlung zur Kaserne. Schon zwei Jahre zuvor, 1967/68, gründeten Soldaten der holländischen Armee den Karnevalsverein „OOCC de Weserpeerden“. Der erste Prinz war Henk Verschuren, doch es wurde nur im kleinen Rahmen gefeiert.

1992: Eine verkleidete Spritztour durch Stolzenau. Foto: Archiv

1992: Eine verkleidete Spritztour durch Stolzenau. Foto: Archiv

Mit einem der Gründungsväter der Stolzenauer Festumzüge sprach Heidi Reckleben-Meyer von der HARKE-Südkreis-Redaktion im Juli 2017. Der heute 81-jährige Klaus Dörffel, den die meisten nur als „Charly“ kennen, hat den Stolzenauer Karneval letztlich mit aus der Taufe gehoben und seine Anfänge erlebt.

Im Jahre 1991 fand erstmals seit 1969 dann kein Umzug durch Stolzenau statt. Aufgrund des Golfkrieges wurden die Niederländer zu einem Einsatz in die Türkei abberufen. Nach dem Mauerfall mussten die Holländer bis Ende 1995 Stolzenau verlassen. Dem karnevalistischen Geschehen drohte das absolute Aus. Doch zur Aufrechterhaltung dieses Events wurde eine Fördergemeinschaft gegründet, der die Niederländer vorerst noch mit Rat und Tat zur Seite standen.

Die Karnevalssitzung der „Goldenen 14“ in der Nienburger Meerbachhalle im Jahr 1991. Foto: Archiv

Die Karnevalssitzung der „Goldenen 14“ in der Nienburger Meerbachhalle im Jahr 1991. Foto: Archiv

1992 wurde dann der Stolzenauer Karnevalsverein SKV Rot-Gold gegründet. 1993 war der Karnevalsumzug noch eine Gemeinschaftsproduktion des CC de Weserpeerden (Vereinsname seit 1986) und dem neuen SKV Rot-Gold, im darauffolgenden Jahr fand der erste Umzug unter Stolzenauer Regie statt. In diesem Jahr wurde auch erstmals eine Prinzessin zur Regentin ernannt. Zu Spitzenzeiten tummelten sich bis zu 30 000 Schaulustige bei den Umzügen in Stolzenau.

Karnevalsanfänge in Nienburg und Hoya

Auch in Nienburg wurde im 20. Jahrhundert immer mal wieder Karneval gefeiert. Am 21. März 1957 gründete sich die „1. Nienburger Karnevalsgesellschaft – Blaue Funken“, die über mehr als ein Jahrzehnt die Session-Zeit von November bis Aschermittwoch eines jeden Jahres feierte.

Im Laufe der Session hatte sie viele Veranstaltungen in verschiedenen Ortschaften des Landkreises und darüber hinaus. Die erste Prunksitzung des Vereins fand am 11. November 1967 im Hotel „Parkhaus“ in Nienburg statt. Trotz aller Bemühungen erlahmte die anfängliche Begeisterung des närrischen Publikums im Laufe der Jahre; die Zuschauerzahlen wurden weniger und so war nach dem ersten Jahrzehnt schon wieder Schluss. Kurz nach der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1991 ließ das Nienburger Revue- und Gesangsensemble „Goldene 14“ die Tradition nochmals aufleben und veranstaltete eine Karnevalssitzung in der Nienburger Meerbachhalle.

Eine Diepenauer Faslam-Gruppe am 13. Februar 1992. Ob diese acht Männer so die Wintergeister vertrieben haben? Foto: Archiv

Eine Diepenauer Faslam-Gruppe am 13. Februar 1992. Ob diese acht Männer so die Wintergeister vertrieben haben? Foto: Archiv

Mit dabei war der gesamte Karnevalsverein aus Nienburg/Saale. Auch im Nordkreis, in der Grafschaft Hoya, wird unter dem Motto „Hoya Helau“ seit Beginn der 90er-Jahre Karneval gefeiert. Dort zeichnet sich der Musikzug der Grafschaft Hoya für die Anfänge verantwortlich.

In Diepenau reicht die Tradition hingegen am längsten zurück. Dort wird seit Jahrzehnten, nein, seit Jahrhunderten im Februar Faslam gefeiert. Faslam, auch Faslom, Fasslom oder Faselabend genannt, ist ein alter niederdeutscher Winterbrauch, der sich bis zur Reformationszeit zurückverfolgen lässt. Um die Wintersonnenwende herum zogen die Knechte und Mägde von Hof zu Hof, um mit bunten Verkleidungen und viel Lärm (und Gesang) den Winter zu vertreiben. Der Brauch geht in Diepenau bereits auf das Jahr 1589 zurück, als die Vertreibung der Wintergeister erstmals urkundlich erwähnt wurde.

In Hoya war 1994 auch die Orientierungsstufe dabei. Foto: Archiv

In Hoya war 1994 auch die Orientierungsstufe dabei. Foto: Archiv

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Erstellt:
12. Februar 2021, 07:33 Uhr
Lesedauer:
ca. 3min 17sec

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