Altes Haus mit neuem Leben: das Mehrgenerationenhaus „familienhORT“ in der Nienburger Alpheide. Sprotte

Altes Haus mit neuem Leben: das Mehrgenerationenhaus „familienhORT“ in der Nienburger Alpheide. Sprotte

Nienburg 07.06.2017 Von Die Harke

Die Hühner sind umgezogen

Morgen Empfang und Familiennachmittag im „familienhORT“ in der Alpheide

Den Startschuss für das neue Mehrgenerationenhaus „familienhORT“ in der Nienburger Alpheide gab es schon zum 1. Januar. Seitdem hat sich einiges im und um das Haus herum verändert. Am morgigen Freitag, 9. Juni, wird die Einrichtung jetzt auch ganz offiziell eröffnet: Dazu sind alle Interessierten um 11 Uhr (bitte vorher anmelden) zum Empfang und ab 15 Uhr zum Familiennachmittag eingeladen. „Wir möchten das Haus gerne in seiner ganzen Vielfalt vorstellen – und vor allem denjenigen die Möglichkeit bieten, sich alles anzusehen und auszuprobieren, die bisher nicht den Mut oder die Gelegenheit gefunden haben, einfach einmal reinzuschauen“, wird [DATENBANK=3933]Barbara Weissenborn[/DATENBANK] vom [DATENBANK=3339]Sprotte-Verein[/DATENBANK] in einer Pressemitteilung zitiert. Das Mehrgenerationenhaus hat täglich von 8 bis 12 Uhr einen „offenen Treff“, der dazu einladen soll, sich einfach im Haus aufzuhalten. Kaffee, Zeitungen, freies WLAN und gemütliche Räume können auch einfach so und ohne Teilnahme an den Angeboten genutzt werden.

Bereits 2012 hatte der Sprotte-Verein aus der ehemaligen Hausmeisterwohnung der Alpheideschule mit Mitteln des Bundesbauministeriums einen „Ort der Inte- gration“ geschaffen und war als eines von nur acht Modellen bundesweit ausgewählt worden, um zu forschen, was es braucht, damit Schulen und Quartiere mehr miteinander verbunden werden. Nach dem Auslaufen wurde das Projekt durch die Stadt zwei Jahre lang weiter finanziert. Im Frühjahr 2016 bewarb sich dann der Sprotte-Verein um die Teilnahme am neuen Programm „Mehrgenerationenhäuser“, um dem Haus ein endgültiges Profil zu geben und noch mehr als bisher vor allem in den Bereichen „Demographischer Wandel“ und „Integration“ arbeiten zu können.

Weissenborn: „Unser großes Glück war, dass wir im Januar 2016 eine neue Kollegin dafür gewinnen konnten, mit der Umstrukturierung des Hauses zu beginnen und aus dem Haus schon mal de facto ein Mehrgenerationenhaus zu machen. Seitdem ist Angelika Guss damit beschäftigt, für alle da zu sein, bietet Beratung und Angebote für Familien und Kinder.

Ergänzt wird die Arbeit im Haus durch Kollegin Elke Heise, die dort und im Sprotte für die Umsetzung des Projektes ,Anlaufstellen für ältere Menschen‘ verantwortlich zeichnet. Und nicht zuletzt hatten sich auch zahlreiche Ehrenamtliche und Kooperationspartner wie das Seniorenzentrum in der Alpheide gefunden, die mit zusätzlichen Angeboten die Entwicklung des Hauses unterstützen und deren Erfahrungen und Anregungen im vergangenen Jahr zum Beispiel dazu geführt haben, den Eingangsbereich barrierearm umzubauen.“

Mit Geduld, kreativen Ideen und Geld von „Aktion Mensch“ hat der Zugang zum „familienhORT“ ein ganz neues Gesicht bekommen, ist jetzt gut zu sehen und bequem zu erreichen, auch für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Mit Mittel aus der Bollmann- und der Klitzing-Stiftung konnte im Haus die Situation wesentlich verbessert werden: Neue seniorengerechte Stühle und ein Tisch, auf dem man sich beim Aufstehen abstützen kann, hohe Sessel und Verdunklungen für die Räume wurden angeschafft.

Letzter Meilenstein des Umbaus zum Mehrgenerationenhaus war der „Umzug“ des alten Schul- und Stadtteilgartens direkt ans neue Haus. Dort ist der „Garten der Generationen“ entstanden, zu dem selbstverständlich auch die Hühner weiter gehören. Erst vor einer Woche zog das bei den Besuchern beliebte Federvieh in seinen neuen Stall um. „Was wäre unser Niedersächsischer Bauerngarten ohne die Hühner? Wir wollten auch die Kooperation mit dem Geflügelzüchterverein Nienburg unbedingt weiterführen“, sagt Weissenborn. Dank zahlreicher Unterstützung, viel Engagement und gutem Willen ist es gelungen, in nur zwei Monaten mit dem gesamten Garten umzuziehen.

Unterstützung hatte der Verein bei der Antragstellung auch durch den heimischen Bundestagsabgeordneten Maik Beermann (CDU) erfahren. „Es war nicht so einfach, ein zweites Mehrgenerationenhaus in den Landkreis zu bekommen, denn es haben sich auch viele Landkreise beworben, die noch gar kein Haus haben“, erinnert sich Barbara Weissenborn.

Alle Infos gibt es direkt vor Ort oder im Sprotte, auch unter Telefon (0 50 21) 9 92 99 99 und im Internet unter www.das-sprotte.de

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Erstellt:
7. Juni 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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