Die Innenstadt soll endlich wieder grüner werden

Nienburg. Darüber, ob in der Langen Straße und der Jahnstraße noch in diesem Herbst wieder neue Bäume gepflanzt werden sollen, berät der Wirtschafts- und Marketingausschuss der Stadt in seiner nächsten öffentlichen Sitzung am Mittwoch um 17 Uhr im Witebsk-Zimmer des Nienburger Rathaus. Der Entscheidung zugrunde liegt der Vorschlag des Arbeitskreises „Innenstadt“, zeitnah Ersatz zu schaffen für die Robinien, die im Sommer 2009 gefällt werden mussten. Am 26. Juni war einer dieser Bäume in der Langen Straße aus heiterem Himmel umgestürzt und hatte einen Passanten unter sich begraben. Diagnostizierte Ursache: Würzelfäule.

Aus der Vorlage der Verwaltung geht hervor, dass sechs von zwölf Bäumen ohne allzu großen Aufwand an den bisherigen Standorten erneuert werden könnten. Die andere Hälfte der bisherigen Baumquartiere weise jedoch eine gefährliche Nähe zu bestehenden Gas- und Wasserleitungen auf. Die Pflanzlöcher müssten in enger Abstimmung mit den jeweiligen Versorgungsunternehmen von Hand ausgehoben werden. In dem einen oder anderen Fall sei daher zu prüfen, ob man an der einen oder anderen Stelle lieber auf eine Wiederanpflanzung verzichten oder den Standort geringfügig verlegen solle.

Der Arbeitskreis plädiert daher dafür, die ersten sechs Bäume noch in diesem Herbst und die anderen im kommenden Jahr zu pflanzen. Dem zwischenzeitlich ebenfalls diskutierten Vorschlag, mobile Pflanzkübel aufzustellen, erteilt der Arbeitskreis, der aus Vertretern von Nienburg-Service, Rat und Verwaltung besteht, eine Absage. Auch wolle man mit der Begrünung nicht warten, bis möglicherweise in einem Architektenwettbewerb über die Revitaliserung der Nienburger Fußgängerzone entschieden sei.

Finanziell schlägt die Neuanpfanzung kaum zu Buche. Weil Sponsoren sich bereit erklärt haben, zu jedem Baum 1000 Euro dazu zu geben, entfallen auf die Stadt ledig 12 000 Euro. eha