Dr. Frank Schmädeke. Schmädeke

Dr. Frank Schmädeke. Schmädeke

Landkreis 30.09.2017 Von Edda Hagebölling

Die Kandidaten des Wahlkreises 40

Dr. Frank Schmädeke, Bernhard Göllner, Helge Limburg, Heiner Werner, Danny Adam und Christian Libbe im Porträt

Auf dieser Seite finden Sie die Kandidaten des Wahlkreises 40: [DATENBANK=3806]Dr. Frank Schmädeke[/DATENBANK] (CDU), [DATENBANK=2143]Bernhard Göllner[/DATENBANK] (SPD), [DATENBANK=464]Helge Limburg[/DATENBANK] (Bündnis 90/Die Grünen), [DATENBANK=863]Heiner Werner[/DATENBANK] (FDP), [DATENBANK=6357]Danny Adam[/DATENBANK] (Die Linke) und [DATENBANK=6208]Christian Libbe[/DATENBANK] (AfD). Auch sie haben die Fragen der Redaktion gerne beantwortet.

Frank Schmädeke (CDU)

Mein Name ist Frank Schmädeke, 52, promovierter Diplom-Agraringenieur, stellvertretender Bezirksstellenleiter der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Bezirksstelle Nienburg. Ich wohne auf meinem landwirtschaftlichen Familienbetrieb in Heemsen, den ich im Nebenerwerb bewirtschafte. Seit nunmehr acht Jahren gehören meine Lebensgefährtin Dörte und ihre Tochter Hanna zu meiner Familie.

Seit 2001 engagiere ich mich in unserer Partei und übernehme Verantwortung für unsere Region, ob als stellvertretender Vorsitzender im CDU-Bezirksvorstand und Vorsitzender der Kreis-CDU (seit 2009) oder als Ratsherr der Samtgemeinde Heemsen sowie Abgeordneter im Kreistag (seit 2011). Seit dem 4. November 2016 bin ich stellvertretender Landrat des Landkreises Nienburg.

Für den Wahlkreis 40 Nienburg-Nord trete ich als Kandidat der CDU für den Niedersächsischen Landtag an, um unsere Heimat in Hannover engagiert zu vertreten. Ich werde mich dort u.a. für eine gute Infrastruktur (Breitband / Verkehrswege) und eine starke Wirtschaft zum Wohle der hier lebenden Menschen einsetzen. Ich stehe für verlässliche Rahmenbedingungen und mehr Wertschätzung einer zukunftsfähigen Landwirtschaft in unserer Gesellschaft. Mehr Bildung durch eine bessere Unterrichtsversorgung ist für mich die wichtigste Investition in die Zukunft.

Unermüdlich werde ich mich für eine leistungsfähige medizinische Versorgung und Pflege im ländlichen Raum einsetzen. „Ohne Gesundheit, Sicherheit und Ordnung ist alles nichts“, deshalb hat für mich die Gewährleistung genau dieser letztgenannten Punkte allerhöchste Priorität.

Ich bin mir sicher, dass die aufgeführten Ziele für die meisten Menschen in unserem Landkreis von hoher Wichtigkeit sind. Daher wird die überwiegende Mehrheit der Wahlberechtigten auch drei Wochen nach der Bundestagswahl einen erneuten Wahlgang als ihre „bürgerliche Pflicht“ wahrnehmen, um die Zukunft unseres Landes aktiv mitzugestalten.

Bernhard Göllner (SPD)

Hand auf’s Herz: Eigentlich geht es uns doch gut in der Region um Nienburg, Hoya und Bruchhausen-Vilsen. Wir haben gute Schulen und Kitas, handlungsfähige Kommunen, eine starke mittelständische Wirtschaft, genügend qualifizierte Arbeitsplätze und Menschen, die zusammenhalten. Dafür hat die Landesregierung in den vergangenen Jahren viel getan. Aber es gibt noch eine Menge Baustellen:

Zum Beispiel im Ganztag: Als Elternsprecher an der Grundschule meiner Ältesten erlebe ich hautnah, wie wichtig es ist, dass die Kinder bis mindestens 15 Uhr verlässlich betreut werden. Gerade wenn beide Eltern berufstätig sind. Dafür werde ich mich stark machen. Auch die Weiterentwicklung der Inklusion liegt mir am Herzen: Hier geht es vor allem darum, Schulen mit den erforderlichen Fachkräften auszustatten.

Auf vieles hat das Land Niedersachsen keinen direkten Einfluss. Aber wir können die Zuständigen stärken, indem wir sie finanziell unterstützen. So werden wir zum Beispiel in den kommenden Jahren eine Milliarde Euro bereitstellen, damit unsere Kommunen in Niedersachsen zusätzlich in Straßen, Schulen, Internet und die Integration investieren.

Schließlich ist mir wichtig, die Bedingungen für unsere Betriebe zu verbessern. Damit sie bleiben, und damit sie expandieren. Zum Beispiel durch optimale und kostenfreie Kinderbetreuung. Das schafft Freiräume für Eltern berufstätig zu werden und sorgt so für Fachkräfte.

Ich bin 1971 in Hoya geboren und in der Gemeinde Balge aufgewachsen. Heute lebe ich mit meiner Familie in Asendorf. Von Beruf bin ich Bankkaufmann und in meiner Freizeit engagierter Kommunalpolitiker und Vereinssportler.

Helge Limburg (Grüne)

„Ich bin Helge Limburg, bin verheiratet, habe drei Kinder und bin seit 2008 Mitglied des Niedersächsischen Landtages. Davor habe ich in Bremen Jura studiert und mit dem ersten Staatsexamen abgeschlossen. Privat spiele ich, wenn es die Zeit zulässt, Fußball und fahre gerne Rennrad. Außerdem lese ich gern und viel.

Gerade in diesen Zeiten, in denen eine rechtspopulistische Partei Rassismus salonfähig machen will und die NS-Vergangenheit verharmlost, möchte ich die vielen Menschen im Landkreis Nienburg, die sich seit Jahren für Demokratie und Weltoffenheit engagieren, unterstützen. Die Menschen im Landkreis Nienburg und in allen Gemeinden haben sich in der Flüchtlingssituation sehr herzlich, offen und hilfsbereit gezeigt und großartiges geleistet. Dieses Engagement verdient weiterhin Unterstützung.

Viele Gemeinden ringen in Zeiten des demografischen Wandels darum, dauerhaft junge Menschen und Firmen vor Ort zu halten. Damit das gelingt, möchte ich dazu beitragen, dass auch im Landkreis Nienburg das Breitbandinternet Standard wird und durch Vernetzung verschiedener Verkehrsmittel Mobilität für alle auch zukünftig gewährleistet ist.

In der Bildungspolitik und der Verbesserung der Betreuung von Kleinkindern hat die rot-grüne Koalition viel erreicht und verbessert. Aber gerade die Unterrichtsversorgung ist gegenwärtig nicht ausreichend und die Inklusion benötigt zum Gelingen mehr Ressourcen. Für beides möchte ich mich einsetzen.

Ich bin sicher, dass die Menschen sehen, wie wichtig diese Landtagswahl ganz konkret für ihre Zukunft und ihre Lebenssituation vor Ort ist und das es nicht egal ist, wer in Hannover regiert. Deshalb bin ich sicher, dass nach der hohen Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl sich auch bei der Landtagswahl viele Menschen beteiligen werden. Es geht um die Zukunft unseres Landes.“

Heiner Werner (FDP)

Ich bin 60 Jahre alt, seit fast 30 Jahren verheiratet und habe drei erwachsene Töchter. Seit 1985 unterrichte ich an den Berufsbildenden Schulen in Nienburg im Bereich Bau-Holz-Farbe. Im Rat der Stadt Nienburg bin ich seit 1996 für die FDP in vielen Ausschüssen tätig. Dem Kreistag gehöre ich seit 2001 an.

Meine politischen Schwerpunkte sind die Bildungspolitik, die Sozialpolitik, die Stärkung des Mittelstands sowie die Entwicklung der Stadt Nienburg und des ländlichen Raumes des Landkreises Nienburg. Durch mein langjähriges Engagement in der FDP bin ich gut vernetzt mit der Landtagsfraktion und den neuen niedersächsischen FDP-Bundestagsabgeordneten. Dieses Netzwerk möchte gerne zum Wohl der Mittelweserregion nutzen.

Aus meiner Sicht ist es außerordentlich wichtig, die Qualität in der Bildung durch eine gute Lehrerversorgung, eine Entbürokratisierung der Schulen sowie eine moderne Ausstattung zu verbessern. Weiterhin ist die Anbindung der Region durch Straße, Schiene und Breitband von großer Bedeutung für die zukünftige Entwicklung des Landkreises Nienburg. Dies wurde durch die jetzige Landesregierung in den letzten Jahren sträflich versäumt.

Die Menschen in Niedersachsen und vor allem im Landkreis Nienburg wissen, dass es um ihre Zukunft und die ihrer Kinder geht. Deshalb werden sie ihre Chance nutzen, denjenigen Parteien ihre Stimme zu geben, die sich für die beste Bildung, eine gute Infrastruktur und für eine florierende Wirtschaft gerade in den Bereichen Landwirtschaft und Ernährung einsetzt.

Danny Adam (Die Linke)

Ich bin Danny Adam, wurde am 29. September 1997 geboren und bin wohnhaft in Eystrup. Ich kandidiere erstmals für die Partei Die Linke, denn Niedersachsen braucht eine überzeugende Alternative zur Allparteienkoalition von CDU, SPD, FDP und den Grünen, die in den letzten Jahren mehr die Interessen der großen Konzerne als die der Bürgerinnen und Bürger vertreten haben.

Als junger Mensch setze ich mich natürlich besonders für die Interessen der Jugend ein. Dazu gehört die Förderung der offenen Jugendarbeit, der Kampf gegen Rassismus und Ausgrenzung, die Abschaffung der Sanktionen beim Zugang für Bildung für Kinder, deren Eltern im Hartz IV-Bezug leben müssen, die Stärkung der Jugendsozialarbeit mit einer gezielten Förderung von Modellprojekten und Programmen für besonders benachteiligte Jugendliche sowie eine stärkere Beteiligung junger Menschen an politischen Prozessen und Entscheidungen.

Ich vertrete aber selbstverständlich auch die im Landeswahlprogramm festgehaltenen Kernanliegen der Linken, wie z. B. den sozialökologische Umbau der Gesellschaft mit einem absoluten Frackingverbot, einem menschenwürdigen Leben ohne Hartz IV und die Rekommunalisierung von Einrichtungen der öffentlichen Daseinsfürsorge. Die Linke im Landkreis hat ja bei der Bundestagswahl ein gutes Ergebnis erzielt. Ich denke, dass wir in den kommenden Wochen diesen Schwung mitnehmen können und hoffe, dass es im kommenden Landtag wieder eine linke Fraktion gibt.

Christian Libbe (AfD)

Mein Name ist Christian Libbe. Ich bin 30 Jahre alt, Familienvater, selbstständig und lebe in der Gemeinde Hilgermissen.

Ich engagiere mich seit 2015 im Nienburger Kreisgebiet für die Alternative für Deutschland. Seit 2015 bin ich Vorstandsmitglied des Kreisverbands Nienburg- Schaumburg. Im September vergangenen Jahres gelang mir mit drei Parteikollegen der Einzug in den Nienburger Kreistag. An diesen Erfolg möchte ich nun anknüpfen und mich zum einen für die Interessen der Mitbürger im Wahlkreis 40 einsetzen und zum anderen die Positionen der AfD im niedersächsischen Landtag vertreten.

Einsetzen möchte ich mich vor allem für eine umfangreiche Förderung von Jungunternehmern und Startups. Der Anteil an Selbstständigen sinkt und liegt in Niedersachsen bei nur neun Prozent. Landwirtschaftliche Familienbetriebe müssen wieder zukunftsfähiger werden und angesichts der wachsenden landwirtschaftlichen Industrialisierung unterstützt und geschützt werden.

Die Frühsexualisierung von Kindern und Jugendlichen lehne ich entschieden ab. Die Gender-Ideologie hat in Kitas und Schulen nichts verloren.

Mit dem Einzug in den 19. Deutschen Bundestag und einem Wahlergebnis von knapp 13 Prozent haben wir gezeigt, dass die AfD keine Randerscheinung ist. Neben den sogenannten Protestwählern haben wir offenbar auch viele Bürger mit Inhalten überzeugen können. Letzteres erhoffe ich mir umso mehr für die anstehende Landtagswahl.

59523.

Bernhard Göllner. Göllner

Bernhard Göllner. Göllner

Helge Limburg. Limburg

Helge Limburg. Limburg

Heiner Werner. Werner

Heiner Werner. Werner

Danny Adam. Adam

Danny Adam. Adam

Christian Libbe. Libbe

Christian Libbe. Libbe

Die Landtagswahl findet am 15. Oktober 2017 statt. Fotolia / winterbilder

Die Landtagswahl findet am 15. Oktober 2017 statt. Fotolia / winterbilder

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Erstellt:
30. September 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 5min 37sec

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