Christine Früchtenicht-Wydora mit den ersten Steinen für den
„Kirchenrohbau“. Melanie Logemann

Christine Früchtenicht-Wydora mit den ersten Steinen für den „Kirchenrohbau“. Melanie Logemann

Marklohe 01.06.2017 Von Die Harke

Die Kirche der Zukunft bauen

Kirchengemeinde Marklohe hofft auf Anregungen

Die Kirchengemeinde Marklohe will zum Reformationsjubiläum eine Kirche aus Bauklötzen errichten, auf denen die Menschen ihre Wünsche, Vorstellungen und Visionen für ihre Kirche der Zukunft festhalten Dazu heißt es in einer Pressemitteilung: „Das ist echt schwieriger als gedacht“, sagt Christine Früchtenicht-Wydora mit einem Blick auf die langsam wachsende Bauklotzkirche.

„Vielen Menschen fällt es schwer, sich spontan zu äußern, wenn wir nach ihren Wünschen und Träumen für die Kirche der Zukunft fragen. Und dann zucken halt auch etliche vor dem Mikro zurück.“ Doch das Mikro sei wichtig. Die Markloher Zukunfts-Kirche solle nämlich am Ende Teil einer Ausstellung rund um den Reformationsgottesdienst am 31. Oktober in der [DATENBANK=774]St.-Martin-Kirche Nienburg[/DATENBANK] werden.

Und dafür haben sich Früchtenicht-Wydora und ihre Mitstreiter Ralf Bürmann und Oliver Seidler etwas Besonderes einfallen lassen: Sie haben Holzklötze hergestellt, auf welche die Teilnehmenden ihre Wünsche aufschreiben können. Dann sucht sich jeder einen Platz für den Holzklotz und leimt ihn auf einer großen Platte fest.

Dabei wird der Bau der Kirche die ganze Zeit gefilmt, um danach im Zeitraffer zusammengeschnitten und auf einem Bildschirm gezeigt werden zu können. Im Hintergrund soll eine Tonspur laufen, auf welcher die Menschen ihre Wünsche und Vorstellungen für die Zukunfts-Kirche nochmal vorlesen. Darum das Mikro.

„Anfangs ging es echt schleppend, aber jetzt kann man langsam die Außenmauern erkennen“, sagt Früchtenicht-Wydora. Sie haben das Gemeindefest der Kirchengemeinde als Startschuss für ihr Projekt gewählt, wollen in den kommenden Monaten aber noch weiter daran bauen.

Und so finde sich eine bunte Vielfalt an Anregungen und Wünschen auf der stetig wachsenden Holzkirche. „Mehr miteinander“, schreibt jemand, und direkt darunter steht einfach nur „Offenheit“. Ganz unten in der ersten Reihe liegt ein Baustein mit der Aufschrift „alles gut“, daneben „Erhaltung der Deckengemälde“ und rechts davon „Jugendarbeit“. „Godi um 11 Uhr “ ist ebenso ein Wunsch wie „gemeinsames Singen“ und „besser sitzen“. Und auf einem Baustein wird sich die „Einigung der Christen“ gewünscht.

Früchtenicht-Wydora, Seidler und Bürmann fragen immer weiter und hoffen auf viele spontane, kritische, kreative und ehrliche Antworten. Denn „Reformation geht weiter“, wie es auf dem Banner neben der Holzkirche steht, heißt es abschließend.

Zum Artikel

Erstellt:
1. Juni 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 07sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.