Manon Garms DH

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Nienburg 23.05.2018 Von Manon Garms

Die Kritiker werden bleiben

In der Nienburger Innenstadt soll an der Langen Straße ein Großprojekt entstehen: die „Wissensburg“ mit Stadtbibliothek und Archiv. Im Hinblick auf diese Pläne scheiden sich die Geister. Die einen finden es hervorragend, direkt im Stadtzentrum Archiv und Bibliothek zu haben. Die anderen lehnen die „Wissensburg“ ab, weil sie sie für viel zu teuer und den Standort für ungeeignet halten. Mitarbeiter der Stadt haben sich vor Kurzem in Bielefeld über ein ähnliches Projekt informiert. 67496. „Es hat uns gefreut, dass es dieses Konzept auch woanders gibt“, sagte Archivleiterin Patricia Berger im Kulturausschuss: „Wir sind in unseren Vorstellungen bestätigt worden, dass wir unter ein Dach wollen.“

Laut der Archivleiterin ist die Entscheidung für einen Zusammenzug von Bibliothek und Archiv in Bielefeld nicht so schwer gefallen wie in Nienburg: „Dort war man sich in der Politik eher einig als hier.“ Friedrich Käse (CDU) mutmaßte, dass es dafür eine einfache Erklärung gebe: „In Bielefeld ist es ja eine Landesbibliothek, da hat das Land sicher viel Geld dazugeschossen.“ Nach Auskunft von Kulturchef Wolfgang Lange handelt es sich in Bielefeld um ein Mietmodell: „Die Stadt entrichtet eine nicht unerhebliche Miete an einen privaten Investor.“

Es ist nicht davon auszugehen, dass die Nienburger „Wissensburg“-Kritiker sich von positiven Eindrücken aus Bielefeld überzeugen lassen.

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Erstellt:
23. Mai 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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