23.12.2012

„Die Kunden waren schnell wieder da“

Existenzgründer im Kreis Nienburg / Heute: Katrin Stahlhut und ihr „La Vita“ in Loccum

Von Edda Hagebölling

Loccum. Den Wunsch, sich noch einmal zu verändern und auch irgendwann einmal „etwas eigenes“ zu haben, hatte Katrin Stahlhut schon, dass es dann aber so schnell gehen würde, war eigentlich nicht geplant. Mit Bravour gemeistert hat die 31-Jährige den Sprung in die Selbstständigkeit dennoch. Auch deswegen hat Uta Kupsch, Chefin der Wirtschaftsförderung im Landkreis Nienburg (WIN), die Unternehmerin aus Münchehagen für die HamS-Serie „Existenzgründer im Landkreis Nienburg“ vorgeschlagen.

Seit März 2011 betreibt Katrin Stahlhut das Café und Bistro „La Vita“ in Loccum. Direkt am Markplatz und mit Blick auf das Kloster. Als „Sahnestück“ würde jeder Immobilienexperte ein Objekt in dieser Lage beschreiben.

Vier Wochen lang hat die gelernte Köchin das ehemalige „Café am Markt“ renoviert. Danach war es kaum wiederzuerkennen. Stylisch ist es geworden. Modern, hell, farbenfroh. Die Kunden sind trotzdem gerne wiedergekommen. Auch die älteren. Zum einen sicherlich wegen der leckeren selbstgebackenen Torten. Aber bestimmt auch, weil aus dem Café auch ein Bistro geworden ist.

Bei normaler Möblierung finden 45 Personen Platz, gibt es ein Buffet und Stehtische auch 70. Bei größeren Familienfeiern stellt die ehemalige Küchenleiterin des „Carpe Diem“ in Bad Rehburg auch schon mal ein Zelt auf.

Im Grunde ist das „La Vita“ aber schon jetzt zu klein. Mächtig improvisieren muss sie auch in der ebenfalls recht kleinen Küche. Katrin Stahlhut hofft, dass sich das noch ändern lässt. Auch wegen der After-Work-Partys, die alle zwei Monate freitags stattfinden. Besonders aber wegen des Klosterjubiläums im kommenden Jahr.

Das Jubiläum ist auch ein Grund, warum Rehburg-Loccums Stadtdirektor Martin Franke heilfroh ist, dass es so gut läuft im „La Vita“. „Der Tourismus ist bei uns ohnehin ein großes Thema“, betonte er beim Treffen mit der WIN und der HamS. „Absolut fatal wäre jedoch gewesen, wenn das Café am Marktplatz geschlossen gewesen wäre während Menschen von weither nach Loccum kommen, um das Kloster und seine Umgebung zu besuchen“, fuhr Franke fort. Das Stadtoberhaupt nutzte die Gelegenheit, der Unternehmerin Karin Stahlhut einen großen Weihnachtsstern zu überreichen. „Bleiben Sie so erfolgreich wie Sie sind“, betonte er unter anderem.

Auch WIN-Chefin Uta Kupsch sparte nicht mit Lob. „Wir haben in Frau Stahlhut eine taffe Gründerin, die in Loccum eine Nische ausfüllt, den Standort weiter aufwertet und zur Wertschöpfung des gesamten Marktplatzes beiträgt“, betonte sie. Auch mit Blick auf Rehburg-Loccums Wirtschaftsförderer Heinz Völlers hob Kupsch hervor: „Stadt und WIN haben im Vorfeld dieser Existenzgründung sehr schön Hand in Hand gearbeitet.“

Katrin Stahlhut ihrerseits dankte Uta Kupsch und Martin Franke für deren Unterstützung, betonte aber auch ausdrücklich, wie sehr ihr die Rückendeckung von Seiten des Handwerker- und Gewerbevereins Loccum (HGV) geholfen habe. Der HGV wiederum will am kommenden Freitag im „La Vita“ seinen Jahresabschluss feiern.

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Erstellt:
23. Dezember 2012, 00:00 Uhr
Lesedauer:
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