Die Schlaganfall-Selbsthilfegruppe um Marianne Müller. Hagebölling

Die Schlaganfall-Selbsthilfegruppe um Marianne Müller. Hagebölling

Nienburg 13.05.2017 Von Edda Hagebölling

Die Menschen aus der Isolation holen

Schlaganfall-Selbsthilfegruppe Nienburg feiert am Sonnabend ihr 30-jähriges Bestehen

30 Jahre Schlaganfall-Selbsthilfegruppe Nienburg. Dieser runde Geburtstag soll am kommenden Sonnabend, 20. Mai, ab 15 Uhr im Restaurant „Am Bürgerpark“ gebührend gefeiert werden. Mit den Mitgliedern und anderen befreundeten Gruppen, aber auch mit Bürgermeister [DATENBANK=1]Henning Onkes[/DATENBANK], Vize-Landrat, Neurologe Dr. Bästlein und dem Vorsitzendes des Landesverbandes, Ulrich Weber. Für Kurzweil zwischen all den Festansprachen sorgen Eva Barnekow und [DATENBANK=1317]Clown Momo[/DATENBANK]. Die Nienburgerin [DATENBANK=4686]Marianne Müller[/DATENBANK] war 37, als sie einen Schlaganfall erlitt. Nachdem sie sich halbwegs wieder erholt hatte, fehlten ihr Menschen, mit denen sie sich gerne ausgetauscht hätte. 1987 rief sie die Selbsthilfegruppe ins Leben. Aus damals 28 Mitgliedern sind im Laufe der Jahre immer mehr geworden. An den wöchentlichen Treffen – seit etwa einem Jahr einmal im Monat im Restaurant „Am Bürgerpark“ – nehmen im Schnitt 15 Frauen und Männer teil. Kerstin Herzog aus Loccum ist mit 51 Jahren die jüngste in der Runde, älteste Teilnehmerin ist Barbara Klauke. Bei der jüngsten Zusammenkunft hatte sich die 95-Jährige mit ihrem Rollator vom Seniorenzentrum in der Alpheide zu Fuß auf den Weg zum Restaurant gemacht.

Die Mitglieder der Schlaganfall-Selbsthilfegruppe Nienburg kommen aus so gut wie allen Teilen des Landkreises Nienburg. Um sich auszutauschen und um gemeinsam etwas zu unternehmen. „Wir sind schon bescheiden genug dran, da dürfen wir uns nicht auch noch isolieren“, so Emmi Göllner aus Rohrsen.

Für den Sommer plant Marianne Müller einen Ausflug zur Elbphilharmonie nach Hamburg. Die Busunternehmen sind längst darauf eingestellt, dass es auch Reisegäste mit Rollator oder Rollstuhl gibt.

Freuen würde sie sich aber auch, wenn sie die Leitung der Gruppe – mit mittlerweile 70 Jahren – mittelfristig in jüngere Hände legen könnte. Doch zunächst wird gefeiert. Und selbstverständlich auch lecker gegessen.

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Erstellt:
13. Mai 2017, 21:00 Uhr
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