Die Mischung ist entscheidend

Die Mischung ist entscheidend

Jörn Graue DH

Der Bus lieferte zum Start des Linienbündels III auf dem neuen Betriebsplatz des Unternehmens Transdev Niedersachsen/Westfalen mit dem Markennamen „Mittelweserbus“ Anfang August in Stolzenau einen Fotohintergrund, der zum Nachdenken anregt. Zu sehen waren an der linken Seite des Fahrzeuges unter anderem ein Flugzeug, ein Zug und der Hinweis auf eine fiktive S-Bahn-Station „Stolzenau“. Was farbenfroh gestaltet ist und sofort ins Auge springt, wenn jener Bus an einem vorbeifährt, lässt sich als Plädoyer für Veränderungen bei der Mobilität auffassen. Die Forderung nach einer „Verkehrswende“ bestimmte am Wochenende Proteste zur Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt am Main.

Deutlich mehr Elektroautos, die Ausweitung des öffentlichen Nahverkehrs oder ein Ausbau des Radwegenetzes: Denkbare Maßnahmen für eine „Verkehrswende“ gibt es viele. Wie bei zahlreichen anderen Dingen wird es auch hier kaum ein Allheilmittel geben, sondern eine kluge Mischung von Maßnahmen könnte entscheidend helfen.

Diese sollten idealerweise berücksichtigen, dass ländliche und städtische Regionen von völlig unterschiedlichen Voraussetzungen bei Mobilitätserfordernissen und Verkehrsinfrastruktur ausgehen. Während etwa das Fahren mit den „Öffis“ am Wochenende in Großstädten wie Hannover bis spät in die Nacht möglich ist, gibt es dagegen im Südkreis kaum Möglichkeiten, mit einem Bus zu fahren.

Abseits von größeren Konzepten lässt sich „Verkehrswende“ aber auch in kleinen Schritten denken: Fahrten verbinden oder öfter mit dem Fahrrad fahren – auch das hilft.