Nadine Fingerhut mit ihrer Band (von links): Eric Regul, Frank Wesemann und Dave Schröder. Foto: Petra Grossmann

Nadine Fingerhut mit ihrer Band (von links): Eric Regul, Frank Wesemann und Dave Schröder. Foto: Petra Grossmann

Nienburg 02.12.2020 Von Sabine Lüers-Grulke

Die Poetin mit der Gitarre

Nadine Fingerhuts neues Album „Lasst die Liebe lauter werden“ in Nienburg produziert

Die Sängerin Nadine Fingerhut hat ein neues Album produziert: „Lasst die Liebe lauter werden“ heißt es und ist im Horizont Studio in Nienburg entstanden. Denn obwohl Nadine Fingerhut in Nordhessen lebt, spielen in ihrer Band die Kreis-Nienburger Musiker Eric Regul, Dave Schröder und Frank Wesemann.

Als die „Poetin mit der Gitarre“ ist sie bekannt. Schon seit zehn Jahren macht sie Musik. Und ja, Fingerhut ist wirklich ihr Nachname und kein Künstler-Pseudonym. Tätowiert, immer mit Hippie-Hut – so kennt man sie. Dazu ihre samtweiche Stimme – das scheint auf den ersten Blick so gar nicht zusammen zu passen. Doch warum nicht auf den Kontrast setzen?

„Das ist der Anfang“, so heißt bezeichnenderweise der erste Titel ihrer neuen CD. „Ich atme ein, ich atme aus, ich bin am Leben und will dabei lebendig sein“, heißt es darin – wenig spektakulär, doch manchmal sind es die kleinen Dinge, die berühren: wie das Zirpen der Grillen unter den Bäumen.

„Lasst die Liebe lauter werden“ heißt die neue CD von Nadine Fingerhut.

„Lasst die Liebe lauter werden“ heißt die neue CD von Nadine Fingerhut.

„Das hier sind die Tage, die wir vermissen, wenn wir alt und grau sind. Ich mach ein Foto von uns mit meinen Augen; das sind die Zeiten, von denen wir unseren Enkeln noch erzählen. Lass uns jetzt nichts auf Instagram posten, das würde alles nur zerstören“, so singt sie in dem Song „Mit meinen Augen“. Das ist echet und wahrhaftig, auch musikalisch eingängig und macht einfach gute Laune.

Zwölf Lieder sind es, die auf der CD zu hören sind. Zum größten Teil aufgenommen wurden sie schon vor dem Lockdown angesichts der Coronapandemie im Frühjahr. Während des Spätsommers konnten die Musiker im Nienburger Studio alles zu Ende produzieren. In der Zwischenzeit hat Nadine Fingerhut auch fünf oder sechs Konzerte geben können, zuletzt am Sonntag im Rahmen eines Gottesdienstes.

Alles andere ist derzeit nicht möglich, was sie als Solo-Künstlerin natürlich bedauert. „Gottseidank ist mein Mann Schreiner, und ich habe noch einen 450-Euro-Job“, sagt sie. Zweimal in der Woche hilft sie in der Firma ihres Vaters in der Buchhaltung.

Nächstes Jahr möchte sie „auf jeden Fall gern wieder viele Konzerte geben“, sagt sie: „Termine stehen schon fest, der erste im Februar.“ Ob sie stattfinden dürfen, kann jetzt noch niemand sagen. Aktuelle Infos dazu gibt es auf ihrer Homepage.

Nadine Fingerhut, anfangs von Frank Wesemann gemanagt, ist seit Kurzem beim selben Management unter Vertrag wie die „Fantastischen Vier“. Zu hören ist „Lasst die Liebe lauter werden auch in allen Streamingportalen und mit Video auch bei Youtube.

www.nadine-fingerhut.de.

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Erstellt:
2. Dezember 2020, 17:50 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 18sec

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