Sebastian Stüben DH

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Kolumnen 25.09.2017 Von Sebastian Stüben

Die Qual der Zahl

Am Sonntag hatten fast 400.000 Einwohner der Wahlkreise 33 (Diepholz –Nienburg) und 40 (Nienburg – Schaumburg) die Qual der Wahl. Sie konnten ihre Stimme abgeben für einen Direktkandidaten und eine Partei und damit die Zusammensetzung des neuen Bundestages mitbestimmen. Die HARKE-Redaktion hatte am Wahlabend zudem mit der Qual der Zahl zu kämpfen – das System der Auszählung macht es den Analysten unheimlich schwer, sinnvolle Zahlen zur Wahlbeteiligung und zum Wahlausgang aufgesplittet nach Gemeinden zu erstellen.

Wieso das? Weil die Briefwahlstimmen nicht nach Gemeinden aufgesplittet ausgezählt werden, sondern nur nach Samtgemeinden. Das bedeutet, dass die Ergebnisse aus den jeweiligen Gemeinden die Briefwähler aus den Gemeinden nicht enthalten. Die Briefwähler werden sozusagen als separate Gemeinde erfasst.

Zu scheinbar unmöglichen Wahlbeteiligungen ist es nach der HARKE-Statistik am gestrigen Montag deshalb gekommen, weil die Redaktion sämtliche Briefwähler – aus allen Gemeinden – jeweils der Gemeinde zugeordnet hat, in der die Verwaltung sitzt. Dadurch hatte Beispielsweise die Gemeinde Heemsen bei 1415 Wahlberechtigten 1557 Wähler.

In den 1557 Wählern sind die Briefwähler aus allen Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Heemsen enthalten. Das ist zugegebenermaßen eine unglückliche „Lösung“ gewesen. Bei der kommenden Wahl wird sich die Redaktion um eine verständlichere Darstellung bemühen.

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Erstellt:
25. September 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 38sec

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