Die Zahlen steigen, die Maßnahmen könnten sich verschärfen. Foto: Florencia - stock.adobe.com

Die Zahlen steigen, die Maßnahmen könnten sich verschärfen. Foto: Florencia - stock.adobe.com

Landkreis 16.04.2021 Von Holger Lachnit

Die Quittung für Ostern

Guten Tag – ein Kommentar

Leider habe ich recht behalten: „Die Quittung werden wir nach Ostern bekommen: Wenn wir uns jetzt treffen und dabei nicht verdammt vorsichtig sind, werden die Corona-Infektionszahlen dramatisch steigen. Deshalb mein dringender Appell: Ostern bitte zuhause bleiben“, war am Ostersamstag unter der „Briefmarke“ zu lesen. Damals hatten wir eine Inzidenz von 78,3. Und nun sind wir leider wieder dreistellig. Tendenz: steigend.

Offenbar gab es in der Osterzeit statt des von der Politik erhofften freiwilligen Kontaktverzichts doch vermehrt Treffen im Freundes- und Familienkreis. Nun schlägt sich dies in den höheren Infektionszahlen nieder.

Die Folgen davon könnten einschneidend sein und von Schließungen im Einzelhandel bis zu Ausgangssperren reichen. Voraussetzung dafür ist, dass sich der Landkreis Nienburg zur Hochinzidenzkommune erklärt.

Doch die Verantwortlichen sollten vorerst keine weitere Verschärfung der Maßnahmen in Erwägung ziehen: Massive Einschränkungen der Grundrechte und verschärfte Existenzgefährdungen von Gewerbetreibenden sollten stets das letzte verbleibende Mittel sein.

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Infektionen pro 100 000 Einwohner ist ein wichtiger Indikator, aber nicht die einzige Entscheidungsgrundlage. Die Entwicklung in den Kreis-Nienburger Krankenhäusern, speziell auf den Intensivstationen, ist mindestens genauso wichtig, wenn nicht sogar bedeutender. Solange die Lage in den Kliniken vergleichsweise entspannt ist, sind weitere Verschärfungen nicht das Gebot der Stunde.

Zum Artikel

Erstellt:
16. April 2021, 06:45 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 38sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Themen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.