Die Region hat viele kleine Perlen: WIN-Chefin Uta Kupsch.

Die Region hat viele kleine Perlen: WIN-Chefin Uta Kupsch.

11.01.2015

„Die Region hat viele kleine Perlen“

Vor gut einem Jahr hat die WIN im Landkreis die Kampagne zur Sicherung von Fachkräften gestartet

Von Edda Hagebölling

Nienburg. „Der Landkreis Nienburg hat viele kleine Perlen.“ Davon ist Uta Kupsch, eigentlich in der Nähe von Berlin zuhause, überzeugt. Als Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis Nienburg, hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, nicht nur Auswärtige mit diesen Perlen bekannt zu machen, sondern auch Einheimischen vor Augen zu führen, wie lebens- und liebenswert der Landkreis Nienburg ist. Enthalten sind diese und weitere Instrumente des Außen- und des Binnenmarketings in der Imagekampagne „Fachkräftesicherung“. Diese ist vor gut einem Jahr – genauer am 30. Januar 2014– in Nienburg gestartet worden. Uta Kupsch erinnert sich noch gut an die Anfänge. Am Rande des Dialogs „Fachkräfte“ mit Landrat und Unternehmern aus Stadt und Kreis war an die WIN-Chefin die Bitte herangetragen worden, etwas zu entwickeln, das es Firmen leichter macht, mögliche neue Mitarbeiter von der Lebensqualität der Region zu überzeugen.

Zusammen mit einer aus zwölf Firmen bestehenden Lenkungsgruppe – Mitglieder waren Konzerne wie Eastman, mittelständische Unternehmen wie Bremskerl oder kleine Firmen wie mhp media – und einem vierköpfigen „Vordenkerteam“ – neben Uta Kupsch und ihrer Assistentin Rita Schnitzler noch Torsten Rötschke aus dem Büro des Landrats und Rehburg-Loccums Wirtschaftsförderer Heinz Völlers – ist daraufhin im Laufe des Jahres 2013 ein vielfältiges Angebot an Werbematerialien entwickelt worden.

Großformatige Plakate, die auf Lkws der Spedition Göllner und demnächst auch der Firma frischli deutschland- und europaweit durch die Gegend gefahren werden, ebenso wie handliche Broschüren, Beileger oder Postkarten. „Und natürlich auch der Internetauftritt einfach-lebenswert.net“, so Uta Kupsch.

Symbol der Kampagne ist der der geografischen Form des Landkreises Nienburg nachempfundene Schmetterling in den Farben orange und grün und der blauen Weser in der Mitte.

„Firmenchefs müssen sich von potentiellen neuen Mitarbeitern längst fragen lassen, was denn ihre Region – außer der Arbeit und einer angemessenen Wohnung – noch zu bieten hat“, berichtet Uta Kupsch weiter. Damit kann ein Arbeitsplatz für die Ehefrau und der Kita-Platz für den Nachwuchs ebenso gemeint sein, wie das kulturelle Angebot oder die Möglichkeit, sich sportlich betätigen zu können“, so die WIN-Chefin weiter.

Die Kampagne wendet sich jedoch auch an die Menschen aus der Stadt und dem Landkreis selbst. „Schön wäre, wenn die Imagekampagne zu einer Wir-Kampagne würde, denn nichts ist wertvoller als Mundpropaganda“, ist Uta Kupsch überzeugt. Sie hat aber längst die Erfahrung gemacht, dass vielen Menschen gar nicht bewusst ist, wie lebenswert der Landkreis Nienburg ist.

Das wiederum sei aber wichtig, um zu verhindern, dass qualifizierte junge Leute überhaupt erst abwandern. Aus diesem Grund hat die WIN eine Broschüre entwickelt, die vor Augen führt, in wie vielen Firmen im Landkreis Nienburg neben einer dualen Ausbildung mittlerweile auch ein duales bzw. ein triales Studium absolviert werden kann. Mit dieser Broschüre macht sich Uta Kupsch demnächst auf den Weg zu den Gymnasien in Nienburg, Hoya und Stolzenau. Um kommende Fachkräfte zu sichern.

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Erstellt:
11. Januar 2015, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 31sec

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