Die Reichweite ist für sie kein Thema

Die Reichweite ist für sie kein Thema

Auch bei Stadtverwaltung und Wirtschaftsbetrieben hat die E-Mobilität Einzug gehalten. Hagebölling

Ein Citroen Berlingo für das Sachgebiet Gebäudereinigung, ein Renault Kangoo für den Bereich EDV, ein Renault Zoe für die Wirtschaftsbetriebe. In Nienburg sind die ersten Mitarbeiter von Verwaltung und Töchterunternehmen elektrisch unterwegs. Für [DATENBANK=3960]Ulrike Gieger-Graßl[/DATENBANK], Mitarbeiterin der Klimaschutzagentur Mittelweser mit Sitz Am Marktplatz 1 in Nienburg, Grund genug, den Entwicklung im Nienburger Rathaus für die HamS-Serie „E-Mobilität“ im Landkreis Nienburg“ vorzuschlagen.

„Ein Zeichen setzen wollen, ist das eine, der Kauf eines Elektro-Dienstwagens muss sich aber auch finanziell verantworten lassen“, gab Regina Kohlmeier vom Sachgebiet Gebäudereinigung zu bedenken. Bei der Anschaffung des Citroen Berlingo im November vergangenen Jahres gab es jedoch überhaupt keine Diskussion. Mit einer Leasingrate von 100 Euro im ersten und 150 Euro im zweiten Jahr – ohne Anzahlung oder sonstige Kosten und jederzeit kündbar – sei dieses Dienstfahrzeug unschlagbar günstig.

Mit dem Berlingo hauptsächlich unterwegs ist André Fischer. Daran, dass er beim Fahren – wie beim Automatikfahrzeug – „nur noch ein Bein brauchte“, musste er sich erst gewöhnen. Und auch daran, dass der Wagen so leise ist. Doch mittlerweile ist alles gut. Die Reichweite von 100 bis 120 Kilometern ist für den Mitarbeiter der Gebäudereinigung kein Problem. Sein Ziel sind die Kitas, Schulen und Außenstellen der Verwaltung. „Die längste Fahrt ist die von Langendamm nach Erichshagen“, so Fischer schmunzelnd. Geladen wird an einer der beiden dafür vorgesehenen Station in der Tiefgarage unter dem Rathaus. Oder auf dem Wesavi-Parkplatz. Alle zwei bis drei Tage.

Ähnlich ergeht es Pascal Heinenn. Als Mitarbeiter des Bereichs EDV und Telekommunikation steuert auch er in erster Linie die Kitas und Schulen im Zuständigkeitsbereich der Stadt an. Seit einem Jahr verfügt die sogenannte TUI über den gebraucht gekauften Kangoo-Kastenwagen. Das Fahrzeug ist perfekt geeignet für all die Rechner und Bildschirme, die er hin und her zu transportieren hat.

Elektrisch unterwegs zu sein, macht nicht nur Spaß, sondern gibt auch noch ein gutes Gefühl, ergänzt Kollege Andreas Thomfohrde. Er überlegt bereits, ob er sich auch privat ein Elektroauto zulegt. Als Zweitwagen. Und mit eigenem Strom vom Dach.

„Noch besser wäre natürlich, mit dem Fahrrad zu fahren“, wirft Thomas Hesse, Chef der Wirtschaftsbetriebe, augenzwinkernd ein. Die Wirtschaftsbetriebe verfügen seit Ende 2016 über einen Renault Zoe. Ebenfalls als Zweitwagen. Dafür, das Geld aus den Parkautomaten zu transportieren sei er nicht geeignet. Wegen des Gewichts der Münzen.

Der Zoe ist auf drei Jahre geleast. Die Leasingrate beträgt 200 Euro. Hinzu kommen 60 Euro für die Batterie. Die Kollegin, die überwiegend mit dem Zoe unterwegs ist. habe ihm berichtet, dass das Auto nicht ganz so warm sei wie der Firmenwagen davor, gab Hesse zu bedenken.

Als Chef über alle „beschrankten Parkplätze“ in Nienburg, wies er zudem darauf hin, dass die beiden Ladeplätze in der Rathaus-Tiefgarage demnächst noch besser gekennzeichnet würden.