Die arabische Varinate des Textes von Kamiran Al Ahmed. Kamiran Al Ahmed

Die arabische Varinate des Textes von Kamiran Al Ahmed. Kamiran Al Ahmed

Nienburg 28.01.2017 Von Die Harke

Die Rolle der syrischen Frauen

CJD-Projekt „Willkommen in Nienburg“ / Teil 18 der Serie mit dem Journalisten Kamiran Al Ahmed

Die Rolle der syrischen Frauen beschränkte sich meist auf die biologische Rolle als Frau und Mutter. Trotz der Veränderungen, die in der syrischen Gesellschaft in Bezug auf das Bildungs- und Kulturniveau der Frauen allmählich aufgetreten sind, blieb es meist unter der Schirmherrschaft des Mannes.

Als die syrische Krise begann und der Krieg die syrische Gesellschaft – vor allem die ländlichen Gebiete – zerstört hatte, brach jedoch für die Frau die traditionelle Struktur der Familie.

Als Folge des Krieges schrumpfte die Anzahl der Männer aufgrund von Ermordungen, Verfolgung und der Flucht in andere Länder.

Dies zog ein Ungleichgewicht bei dem Verhältnis von Männern und Frauen nach sich und stellte die Frauen vor neuen Herausforderungen, die Frau erlebte eine neue Rolle die sie so vorher nicht bzw. kaum kannte.

Ein großer Teil der Flüchtlingsfrauen kam eher vom Lande und hatte daher eher wenig Schulbildung genossen. Somit waren diese Frauen auch nicht besonders über ihre Rechte als Frau informiert und verließen sich in vielen Bereichen des Lebens auf ihre Ehemänner und älteren Kinder.

Es fand ein Rollenwechsel für die Frauen statt.

Die Frage lautet: Wird die Ausübung dieser Führungsrolle der Frauen fortgesetzt oder hängt die Lage der Frauen vom Kriegszustand und den wirtschaftlichen Bedingungen ab, die ihnen die Fluchtländer gewähren. Treten hier auch neue Konflikte mit den Menschen zutage oder werden Frauen nebst Männern ihre Rolle ohne die eine oder andere Seite zu ignorieren, ausgeübt?

Für Interessierte, die sich mit den Problemen und Berichten Geflüchteter befassen oder einfach neue Kulturen kennenlernen möchten, findet jeweils dienstags in den Räumen des Nienburger Kulturwerkes von 16 bis 17.30 Uhr ein Begegnungscafé statt. Dort kann in gemütlicher Runde geplaudert werden.

Mit dieser Serie im Rahmen des Projektes „Willkommen in Nienburg“ möchten das CJD und die Harke am Sonntag für die Situation der Geflüchteten im Landkreis Nienburg sensibilisieren. Gefördert wird das Projekt zu 100 Prozent vom Bundesamt für Migration.

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Erstellt:
28. Januar 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 00sec

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