Wer sich für das Thema „Wolf“ interessiert, erhält im Heimatmuseum Rodewald immer sonntags emotions- und vorurteilsfreie Informationen. Heimatmuseum Rodewald

Wer sich für das Thema „Wolf“ interessiert, erhält im Heimatmuseum Rodewald immer sonntags emotions- und vorurteilsfreie Informationen. Heimatmuseum Rodewald

Rodewald 01.06.2017 Von Die Harke

Die Rückkehr des Wolfs

Sachliche Betrachtungen kontra Populismus: „Würger vom Lichtenmoor“ im Heimatmuseum Rodewald

Das [DATENBANK=5161]Heimatmuseum Rodewald[/DATENBANK] bietet nach eigener Darstellung „in der Landschaft emotionaler Berichterstattung sachliche Informationen zum Wolf an“ – und lädt zu einem Besuch seiner Ausstellung „Der Würger vom Lichtenmoor“ ein. Dazu schreibt das Heimatmuseum: „Die Rückkehr der Wölfe wird gegenwärtig von populistischen Berichterstattungen begleitet, die nicht nur sehr unterhaltsam wirken und die Verkaufszahlen der Berichterstatter fördern, sondern auch Angst und Schrecken vor dem Wolf in der Bevölkerung schüren.“ Um dem Bürgerinnen und Bürgern ein realistisches Bild vom Wolf zu ermöglichen, müssten in dieser bereits aufgeheizten Situation sachliche Informationen eine zentrale Rolle einnehmen: „Museen helfen dabei. Sie haben aufgrund ihres Bildungsauftrages die Pflicht, Recherchen und schließlich die Präsentationen sorgfältig auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse vorzunehmen. Populismus ist da völlig fehl am Platz“.

Diesem Grundsatz folgend zeigt das Landesmuseum Hannover derzeit eine Ausstellung über die Rückkehr des Wolfes in unsere Region. Der berühmte Wolf „Kurti“ bildet ausgestopft die Attraktion. „Die Präsentation zeichnet ein sachliches Bild von Wesen und Wirkungsbereich des Wolfes und bietet unaufgeregt und fundiert Informationen, ganz im Gegensatz zu den meist polarisierenden Geschichten, die derzeit jeden die Landschaft durchquerenden Wolf in Presse und Fernsehen begleiten“, heißt es in einer Mitteilung.

In Sinne ernsthafter Museumsarbeit hat auch das Heimatmuseum Rodewald die Geschichte der Wölfe dieser Gegend und das Leben des letzten bekannten Wolfes mit dem werbewirksamen Beinahmen „Der Würger vom Lichtenmoor“ aufgearbeitet und in einer anspruchsvollen Ausstellung präsentiert. „Sie bildet ein aussagekräftiges Pendant zur Ausstellung des Landesmuseums über heute wieder heimisch werdende Wölfe, indem sie die derzeitige Problematik der Wölfe aus der Geschichte und im Falle des ,Würgers vom Lichtenmoor‘ auch aus dem Zeitgeist der Nachkriegszeit heraus erklärt. Besonders Interessant ist, dass sich viele Parallelen zur heutigen Problematik um den Wolf finden.“

Neben der Wolf-Sonderausstellung bietet das Heimatmuseum eine ebenfalls kostenlose Dauerausstellung über das alltägliche Leben des bäuerlichen Kulturkreises in der Rodewalder Gegend. Öffnungszeit ist sonntags von 15 bis 17 Uhr.

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Erstellt:
1. Juni 2017, 21:00 Uhr
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