Spielmacher Juri Knorr, der von Bundestrainer Alfred Gislason für die WM Anfang des kommenden Jahres nominiert worden ist, und sein Team erwarten am Dienstag den SC DHfK Leipzig zum letzten Heimspiel des Jahres. Gespielt wird vor leeren Rängen. Foto: Helge Nußbaum

Spielmacher Juri Knorr, der von Bundestrainer Alfred Gislason für die WM Anfang des kommenden Jahres nominiert worden ist, und sein Team erwarten am Dienstag den SC DHfK Leipzig zum letzten Heimspiel des Jahres. Gespielt wird vor leeren Rängen. Foto: Helge Nußbaum

Minden 22.12.2020 Von Die Harke

Die Sachsen reisen mit dem X-Faktor an

GWD Minden erwartet zum letzten Heimspiel des Jahres Leipzig um Topshooter Philipp Weber

Update, 22. Dezember 16.00 Uhr: GWD Minden hat heute sein letztes Spiel in diesem Jahr. Gegner ist der SC DHfK Leipzig. Das für den zweiten Weihnachtstag angesetzte Bundesliga-Spiel gegen Frisch Auf Göppingen entfällt. Die Göppinger Mannschaft befindet sich in Quarantäne.

Nach Erlangen ist vor Leipzig: Mit zwei noch ausstehenden Partien vor dem Jahreswechsel wird das Tempo in der Handball-Bundesliga nochmal angezogen.

Am heutigen Dienstag gastiert mit dem Tabellenfünften SC DHfK Leipzig ein echter Brocken in der Lübbecker Kreissporthalle. Anwurf ist um 18 Uhr.

Das Team von André Haber spielt bislang eine starke Spielzeit und hat aktuell 17:9 Punkte auf dem Konto. Furiosen Auftritten wie in Mannheim bei den Rhein-Neckar-Löwen (23:28-Sieg) oder zuhause gegen Magdeburg (33:29) standen auch schwache Partien gegenüber: In Stuttgart und Erlangen verloren die Sachsen sang- und klanglos mit 30:24 und 30:22.

Zuletzt feierten die Leipziger einen 29:26-Erfolg in Hannover. Beim Blick in den Kader fällt einem mit Joel Birlehm ein Ex-GWD-Akteur auf. Der Torwart durchlief sämtliche Jugendmannschaften der Dankerser sowie des DHB und wechselte im Alter von 19 Jahren zum Kreisrivalen TuS-N-Lübbecke, bevor er sich 2019 dem SC anschloss.

„Joel hat eine super Entwicklung genommen“, sagt GWD-Coach Frank Carstens. Auch von der Leipziger Entwicklung ist er beeindruckt: „Sie haben eine sehr gute Mannschaft, schaffen es, ihre Leistungsträger zu halten und verstärken sich gut. Das ist schon eine Erfolgsgeschichte.“

Mit dem kroatischen Nationalspieler Sime Ivic aus Erlangen steht für die nächste Saison bereits der erste Neuzugang der Leipziger fest. Der Mann für die entscheidenden Momente auf Seiten des SC DHfK Leipzig dürfte Nationalspieler Philipp Weber im linken Rückraum sein.

Frank Carstens sagt mit Blick auf das letzte Heimspiel des Jahres: „Wir haben sehr dosiert und bedacht trainiert. Wir müssen darauf achten, dass die Leistungsträger ihren Tank optimal gefüllt kriegen. Leipzig ist läuferisch die beste Mannschaft der Liga. Sie haben eine sehr hohe Beinarbeit in Abwehr und Angriff.“

Die Sachsen lebten von ihrer kompakten 6:0-Deckung und ihrem Tempospiel. Wichtig seien im Angriff daher eine optimale Passqualität und Geduld – und bessere Abschlüsse als am Samstag beim 21:21 in Erlangen, als GWD reihenweise gute Chancen ausließ.

„Wir haben in den letzten Spielen gute Entwicklungen gesehen, sowohl bei einzelnen Spielern als auch insgesamt als Mannschaft. Das macht mir am meisten Hoffnung. Allerdings müssen wir unsere Abschlussqualität verbessern“, spielt Carstens auf die mangelnde Chancenverwertung bei einem ansonsten starken Auftritt in Erlangen an. In der Defensive gehe es in erster Linie darum, den Leipzigern mit hoher Disziplin ihr „Grundspiel wegzunehmen“.

Sollte das gelingen, komme es im zweiten Schritt darauf an, Leipzigs „X-Faktor“ Philipp Weber in den entscheidenden Situationen in den Griff zu bekommen. „Mit seiner Individualität und seinen Ideen ist er ein kompletter Angreifer, der den Unterschied machen kann“, lobt Carstens den Spielmacher der Sachsen.

Auch wenn es in der Vergangenheit nicht viel gegen den Sportclub zu holen gab, geht Carstens optimistisch in die Partie: „Wir waren in den vergangenen Partien nie chancenlos, wir waren immer ein ebenbürtiger Gegner.“

Neben den langzeitverletzten Miljan Pusica (Kreuzbandriss), Lucas Meister (Abriss der Bizepssehne) und Christoph Reissky (Schulterverletzung) steht hinter dem Einsatz von Torwart Carsten Lichtlein noch ein Fragezeichen. Der Routinier hatte sich am vergangenen Spieltag gegen Erlangen an der Hand verletzt.

Abschließende Untersuchungen am Dienstag sollen klären, ob Lichtlein in der Partie gegen Leipzig zwischen den Pfosten stehen kann. Als Ersatz stünde Lucas Grabitz aus der zweiten Mannschaft bereit.

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Erstellt:
22. Dezember 2020, 12:58 Uhr
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