15.09.2013

Die Stadtkinder spielerisch begeistern

Nienburger SPD-Stadtratsfraktion informierte sich über BUND-Kinderwildnis-Projekt

Nienburg. Auf Einladung des BUND besuchte die Nienburger SPD-Stadtratsfraktion das Gelände für die geplante Kinderwildnis. Dabei informierten die BUND-Umweltpädagoginnen über die inhaltliche Konzeption und den Stand der Vorbereitungen. Anlass für den Termin ist die anstehende Beratung über eine Bebauungsplanänderung im Zusammenhang mit der Kinderwildnis. Die BUND-Umweltpädagoginnen Ute Luginbühl und Claudia Reemtsema sowie Lothar Gerner, BUND-Vertreter im Stadtentwicklungsausschuss, begrüßten die SPD-Fraktion auf der Grünanlage zwischen Friedrich-Ebert-Schule, Waldenburger Straße und Deichstraße. Dort befinden sich seit über 20 Jahren Bäume mit alten Obstsorten, die der BUND zusammen mit der Stadt dort gepflanzt hat. Dieser Bestand wurde vor kurzem vom Lions-Club mit neuen Bäumen ergänzt. Diese sollen in das Vorhaben integriert werden.

Ute Luginbühl berichtete von der Kinderwildnis, die auf dem Bremer Stadtwerder besteht. Hier sei die Idee entstanden, so etwas auch in Nienburg zu realisieren. In der Kinderwildnis sollen Stadtkinder spielerisch mehr über die Natur lernen können. Dabei soll es auch besondere Angebote geben, die im Schau- und Lehrgarten des BUND bisher nicht möglich waren. Kinder sollen auch in Planung und Umsetzung des Projekts eingebunden werden.

Es wurden bereits Gespräche mit der Friedrich-Ebert-Schule aufgenommen, um die Schüler als Nutzer und Partner für das Projekt zu gewinnen. Claudia Reemtsema erläuterte, dass auch Ideen für Waldangebote angehenden Erziehern vermittelt werden sollen.

Um all das realisieren zu können, sollen zwei halbe Stellen für die Betreuung der Kinderwildnis in den ersten drei Jahren geschaffen werden.

Dafür soll ein Antrag bei der Niedersächsischen Umweltstiftung (Bingo) gestellt werden, sobald die Bebauungsplanänderung beschlossen ist. Eine Vor-Anfrage wurde bereits positiv bewertet.

Der Vorsitzende des Stadtentwicklungsausschusses, Klaas Warnecke, war beeindruckt: „Die Kinderwildnis ist ein neuartiges Bildungsangebot, das Natur im städtischen Umfeld erlebbar machen wird. Für uns als SPD ist ein solches Vorhaben einer der Bausteine, die wir zur Förderung der Zukunftschancen von Kindern und Jugendlichen in unserer Stadt künftig mehr schaffen wollen. Auch außerhalb der Schule muss Bildung stattfinden. Und dies hier spielerisch zu machen ist umso besser. Daher werden wir das Projekt in den Ratsgremien unterstützen.“

Fraktionsmitglied Rainer Mandt freute sich darüber, dass ein Teil der bisherigen Fläche durch niedrige Hecken und wenige Zäune abgetrennt werden soll, so dass Spaziergänger mit Hunden auch weiterhin die Grünanlage wie bisher nutzen können. „So kann für eine tolle Idee auch Akzeptanz bei den Nachbarn erreicht werden.“

Die BUND-Vertreter betonten, dass sie die Anwohner informieren und einbinden wollten. DH

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Erstellt:
15. September 2013, 00:00 Uhr
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