04.08.2013

„Die Standortfrage ist kein Thema“

Nienburgs CDU-Kreistagsfraktion bei Oxxynova in Steyerberg

Steyerberg. „Die kurzfristige Geschäftsentwicklung von Oxxynova kann aus heutiger Sicht als stabil eingeschätzt werden. Die Standortfrage ist kein Thema“. Diese erfreuliche Botschaft durch Stefan Schüßler, Geschäftsführer der Oxxynova GmbH in Steyerberg erreichte die Mitglieder der CDU-Fraktion im Kreistag Nienburg während einer Werksbesichtigung des heute in Europa führenden DMT (Dimethylterephthalat)-Herstellers in Steyerberg. Schüßler berichtete von einem erfolgreichen Abschluss des Geschäftsjahres 2012. Der Bedarf von DMT für die europäische Polyester-Industrie sei unverändert auf niedrigem aber stabilem Niveau vorhanden, etwaige strategische Überlegungen der Kunden einen anderen Rohstoff als DMT zu verwenden sind durchaus üblich, Das Werk ist gut ausgelastet. Oxxynova beschäftigt 135 versicherungspflichtige Mitarbeiter. Die Energie wurde zum Schwerpunktthema der sich anschließenden Gesprächsrunde, an der auch der Bundestagskandidat der CDU für den Wahlkreis Nienburg II/Landkreis Schaumburg, Maik Beermann (Wendenborstel), und der Bewerber für das Amt des hauptamtlichen Bürgermeisters im Flecken Steyerberg, Heinz-Jürgen Weber (CDU), teilnahmen. Für Schüßler ist auf Dauer gesicherte und bezahlbare Energie der Schlüssel zum Erfolg im internationalen Wettbewerb. Er kritisierte die aktuell stattfindende Diskussion, ausgelöst durch Einschätzungen der EU, die EEG-Gesetzgebung neu zu strukturieren, da dies für energieintensive Betriebe Unsicherheit bedeutet. Unverständlich sei auch, dass bisher Milliarden Euro in Offshore Windkraftanlagen investiert wurden, man sich aber völlig unklar sei, wie der gewonnene Strom in das Netz eingespeist werden kann. Der Ausstieg aus der Atomkraft hätte für ihn EU-übergreifend beschlossen werden müssen. Es sei eine Farce, dass um uns herum Atomkraftwerke weiter bestehen und die EU plant, neue finanziell zu fördern, so Schüßler. Hier wünschte er sich weniger populistische Bundespolitik.

CDU-Fraktionsvorsitzender und Wirtschaftspolitiker Karsten Heineking vertrat die Auffassung, dass für energieintensive Betriebe langfristig kalkulierbare Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, damit der Wirtschaftsstandort Deutschland für die Industrie und Mittelstand interessant bleibt und weiterhin Arbeitsplätze angeboten werden. Das müsse von der Politik trotz aller emotionaler Gegensätze erkannt werden. Schüßler bat abschließend, die Kriterien „Was ist ein energieintensiver Betrieb“ neu zu definieren und gab einen Ausblick auf Planungen von Oxxynova, zukünftig durch Applikationen auch eigene Produkte zu schaffen und zu vermarkten.

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Erstellt:
4. August 2013, 00:00 Uhr
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