DIE HARKE wünscht einen guten Tag!

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Nienburg 08.01.2020 Von Sebastian Schwake

Die Stunde der Wintervögel

Der Klimawandel ist in aller Munde. Doch welche Folgen haben Hitze und Trockenheit für die Vogelwelt? Der Naturschutzbund (Nabu) will es wissen und bittet Vogelfreunde um Mithilfe. Die zentrale Frage lautet: Wer flattert wann durch den (winterlichen) Garten?

Vom 10. bis zum 12. Januar sollten Vogelfreunde eine Stunde lang in ihrem Garten beobachten, welche gefiederten Tiere dort zu sehen sind, und ihre Ergebnisse anschließend dem Nabu mitteilen. Die bundesweite „Stunde der Wintervögel“ findet zum zehnten Mal statt. Diese sei nach Angaben des Naturschutzbundes Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmachaktion.

Bei der großen Vogelzählung im Januar 2019 hätten sich mehr als 138000 Menschen beteiligt. Insgesamt gingen Meldungen aus 95000 Gärten und Parks ein. Der Haussperling ergatterte damals den Spitzenplatz als häufigster Wintervogel in Deutschlands Gärten, Kohlmeise und Feldsperling folgten auf Platz zwei und drei, teilte der Nabu mit. Bei dieser Studie könnte die Stunde des Eichelhähers schlagen. „Im Herbst haben wir einen massiven Einflug dieser Art nach Deutschland und Mitteleuropa beobachtet.

Im September waren es über zehnmal so viele Vögel wie jeweils im gleichen Monat der vergangenen sieben Jahre. Im Oktober registrierten Vogelzugzählstationen sogar 16 Mal so viele Eichelhäher. Ähnlich hohe Zahlen gab es zuletzt 1978“, teilt der Nabu weiter mit. Als Grund vermuten die Ornithologen, dass es 2018 in Nordosteuropa eine sogenannte Eichelvollmast gab, also besonders viele Eicheln herangereift sind.

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Erstellt:
8. Januar 2020, 13:06 Uhr
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