19.05.2013

Die Wasserräder in Funktion sehen

Mühlentag morgen auch in Blenhorst

Blenhorst. Anlässlich des Mühlentags am Pfingstmontag lädt auch die Wassermühle in Blenhorst von 14 bis 18 Uhr zu einem Besuch ein. Bei der Blenhorster Mühle handelt es sich ein Mühlenensemble: eine Getreide- und eine Sägemühle. Die Kombination von Mahlwerk und Säge mit je einem eigenen oberschlächtigen Wasserrad von drei Metern Durchmesser gilt in Niedersachen als einmalig. Die Kornmühle wird schon 1780 in einem Mühlenverzeichnis erwähnt; die Sägemühle wurde bereits 1769 errichtet.

Am Blenhorster Bach lag oberhalb der Mühlen ursprünglich noch eine heute verschwundene Ölmühle. Die Getreidemühle hatte damals wie heute zwei Wasserräder; das eine trieb den Getreidemahlgang, das andere die Säge. 1908 baute der Mühlenbesitzer Friedrich Lange ein neues Mühlengebäude mit fünf Stockwerken, installierte ein Wasserrad aus Stahl, ergänzt durch eine Dampfmaschine, sowie Dieselaggregate zur Stromerzeugung – der industrielle Mühlenbetrieb begann. 1960 war der Betrieb nicht mehr rentabel und wurde stillgelegt.

1988 restaurierte ein Liebhaber für historische Mühlentechnik die Mühle mit erheblichen eigenen und öffentlichen Geldern bis zum Jahr 1998. Später wechselten die Eigentümer, das Gebäude stand auch wieder Jahre leer. Letztendlich bildete sich nun eine Konstellation, die es ermöglicht die Mühle dauerhaft zu betreiben und zu erhalten.

Im Mühlengebäude befindet sich ein Café. Kirchliche und standesamtliche Trauungen sind möglich. Die Räumlichkeiten können für private Anlässe bis ca. 30 Personen gemietet werden.

Am morgigen Mühlentag gibt es dort Kaffee und Kuchen. DH

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Erstellt:
19. Mai 2013, 00:00 Uhr
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