Der Zwergenbrunnen vor der Grundschule.

Der Zwergenbrunnen vor der Grundschule.

11.01.2015

„Die Zwerge im Schlosse zu Hoya“

Märchenstraße als touristische Entwicklungsmöglichkeit für die Stadt Hoya

Von Horst Achtermann

Hoya. „Unter dem Schlosse zu Hoya wohnte vor Zeiten das Volk der Zwerge, und lange noch zeigte man den Eingang zu ihren Wohnungen…“ So beginnt die Sage von den Zwergen im Schlosse zu Hoya. Das Schloss Hoya ist die Wurzel der Grafschaft Hoya sowie der Stadt selbst. Diese Wurzel basiert auf einer Sage, eben dieser Zwergensage, die seit Jahrhunderten erzählt wird. Viele Aktivitäten zeigen, dass die Bürgerinnen und Bürger ein wenig stolz auf diese Vergangenheit und die Sage sind.

Vor der Grundschule präsentiert ein Zwergenbrunnen – leider nicht so gekennzeichnet – die Sage. Die mittlerweile Jahr für Jahr sehr erfolgreiche „Zwergenweihnacht“, entwickelt sich zu einem Markenzeichen für Hoya. Die Stadtväter erkannten, dass die Mitgliedschaft im Verein „Deutsche Märchenstraße“ ein weiterer Baustein für Hoya sein kann.

Im September 2013 hatte der Rat der Stadt Hoya einstimmig beschlossen, Mitglied im Verein „Deutsche Märchenstraße“ zu werden. Mit dem Ziel, die touristischen Vermarktung der Stadt und des Schlosses Hoya zu verbessern. Parallel wurden die jährlichen Kosten in Höhe von 500 Euro in den Haushalt eingestellt.

Zunächst 1975 als Arbeitsgemeinschaft gegründet, ist die „Deutsche Märchenstraße“ seit 2007 ein Verein mit mehr als 100 Mitgliedern. Martin Fahrland, Geschäftsführer der Mittelweser-Touristik GmbH, sieht in einer Mitgliedschaft durchaus Potenzial für Hoya. „Thematisch passen die Grafen von Hoya mit der Zwergensage hervorragend zur Deutschen Märchenstraße“, so der Tourismus-Experte. Die Straße sei mit einer Länge von 600 Kilometern eine der ältesten und bekanntesten Ferienstraßen Deutschlands.

Seit 1975 führt die Route von der Brüder-Grimm-Straße in Hanau über Kassel, Hameln, Nienburg (Gründungsmitglied), Hoya und Bremen bis nach Bremerhaven und Buxtehude.

Benjamin Schäfer ist Geschäftsführer des Vereins „Deutsche Märchenstraße“.

Er hat die touristischen Entwicklungsmöglichkeiten für die Stadt Hoya am gestrigen Sonnabend beim Neujahrsempfang im Kulturzentrum Martinskirche vor zahlreichen Besucherinnen und Besuchern erläutert.

Im öffentlichen Raum der Stadt Hoya, dem verkehrsberuhigten Zentrums schauen gestrickte Zwergengesichter dem Leben und Treiben zu.

„Sie erinnern an die Sage von den Zwergen im Schlosse zu Hoya“, berichtete Elfriede Hornecker, Museumsleiterin und Initiatorin dieser Hoyaer Pollerzwerge.

Bereits im Vorfeld des Ratsbeschlusses waren Gespräche zwischen York Schmelter von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Grafschaft Hoya mit Geschäftsführer Benjamin Schäfer geführt worden.

In diesen Gesprächen und bei einem Termin vor Ort konnte Benjamin Schäfer von der Aufnahme der Stadt Hoya in die Deutsche Märchenstraße überzeugt werden.

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Erstellt:
11. Januar 2015, 00:00 Uhr
Lesedauer:
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