„Weserlust Hotel“ wird am 17. Februar im Filmhof Hoya gezeigt. WFilm

„Weserlust Hotel“ wird am 17. Februar im Filmhof Hoya gezeigt. WFilm

Hoya 01.02.2019 Von Die Harke

„Die haben alle irgendwo einen Stich“

Regisseur Eike Besuden kommt mit seiner Doku „Weserlust Hotel“ am 17. Februar nach Hoya

Im Film „Weserlust Hotel“ wird gezeigt, wie Menschen mit Behinderung zusammen mit Menschen ohne Handicap einen Film machen. Es ist kein langweiliger Dokumentarfilm, den Regisseur Eike Besuden und sein Team erstellt haben. Es ist vielmehr der charmante Blick auf den einmaligen Filmdreh zum Spielfilm „All inclusive“ mit verrückten Typen, komischen Momenten und philosophischen Gedanken. Verschiedene Schauspieler und andere Beteiligte wie Maskenbildner oder Regieassistentin schildern ihre Erfahrungen. Des Weiteren wird gezeigt, wie die Filmmusik entstanden ist, wie unpassendes Wetter für Improvisation sorgt und das Drumherum an den verschiedenen Drehplätzen abläuft. Die „Weserschule“, eine Einrichtung der Lebenshilfe Syke, und der „Filmhof“ präsentieren „Weserlust Hotel“ am 17. Februar um 11 Uhr während einer Film-Matinee. Wer „All inclusive“ gesehen hat, der freut sich mit Sicherheit auf ein Wiedersehen mit Ricky, Britta & Co.

Regisseur Eike Besuden wird gemeinsam mit zwei Schauspielern bei der Vorführung dabei sein, um aus dem Nähkästchen zu plaudern und die Fragen der Zuschauer zu beantworten. „Und wer diese super Typen noch nicht kennt, der sollte sie unbedingt kennenlernen. Ein kurzweiliger, fröhlicher Spätvormittag ist versprochen“, meinen Catrin Clasen, Leiterin der „Weserschule“, und Anja Schulz, verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit bei der Lebenshilfe Syke.

In „All inclusive“ erbt Ricky, sehr fit mit leichten Einschränkungen, ein Hotel und weiß gar nicht, ob er sich darüber freuen soll. Will er wirklich Hotelchef werden? Kann er das überhaupt? Nein, meinen die, die ihren Vorteil wittern. Aber Ricky lässt sich nicht beirren und holt sich Freunde als Unterstützung. Auf dem Weg zu einer endgültigen Entscheidung macht er viel falsch, aber noch mehr richtig.

Immer wieder sind im Dokumentarfilm Szenen aus dem Kinofilm zu sehen, sodass auch Kinofans sich „Weserlust Hotel“ ansehen können, die „All inclusive“ nicht gesehen haben. Geplant ist, dass der Filmhof „All inclusive“ zu einem späteren Zeitpunkt noch mal ins Programm aufnimmt.

„Die haben alle irgendwo einen Stich“ sagt Hannelore Sporleder, Köchin Britta im Spielfilm und Protagonistin in der Dokumentation. „Im Film geht es eben darum, dass die Behinderten mit denen, die sich für normal halten, gut zusammenleben können.“

Interessant ist das außergewöhnliche Making-of eines Spielfilms, in dem Menschen mit Behinderung an der Seite von bekannten Schauspielern wie Dominique Horwitz oder Doris Kunstmann Haupt- und Nebenrollen übernehmen und auch bei den anderen Gewerken wie Kamera, Kostüm oder Ausstattung mitmischen.

Tickets und Reservierungen im Filmhof Hoya, Telefon (04251) 2336.

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Erstellt:
1. Februar 2019, 15:38 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 15sec

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