Helge Nußbaum DH

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Guten Tag 24.11.2018 Von Helge Nußbaum

Die neue „Hall of Fame“ beim DFB

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat viele Helden, Europameister, Weltmeister, Legenden und sogar einen Kaiser hervorgebracht – auch wenn man das nach dem mauen WM-Jahr 2018 mit dem Vorrundenaus in Russland und nach nur vier Siegen im Kalenderjahr gar nicht glauben möchte. Auf Initiative des Deutschen Fußballmuseums wurde nun die „Hall of Fame“ des deutschen Fußballs ins Leben gerufen und die elf besten deutschen Fußballer in die Gründungself berufen. Die Wahl fiel auf Sepp Maier (Tor), Franz Beckenbauer, Andreas Brehme, Paul Breitner (Abwehr), Fritz Walter, Lothar Matthäus, Matthias Sammer, Günter Netzer (Mittelfeld), Gerd Müller, Uwe Seeler und Helmut Rahn (Sturm).

Diese Elf flatterte nun auch als Newsletter per Mail in die HARKE-Sportredaktion, worauf meinen Sportchef Stefan Schwiersch auf den ersten Blick entfuhr: „Nicht weinen Helge, es ist kein Hamburger dabei.“ Dabei hatte er aber nach dem flüchtigen Blick unseren DFB-Ehrenspielführer „Uns Uwe“ übersehen, was ihm dann aber schnell auffiel. Ich musste jedoch insistieren, denn in der Liste fand sich auch noch ein zweiter HSVer. Was viele immer vergessen: Auch Kaiser Franz Beckenbauer hat zwischen seinen beiden Engagements bei Cosmos New York von 1980 bis 1982 28 Bundesligaspiele mit der Raute auf der Brust bestritten und holte mit den Rothosen sogar die Meisterschale an die Elbe.

Und wo ich schon beim Klugscheißen bin: Günter Netzer führte seinen Scheitel zwar nicht auf dem Rasen des Volksparks spazieren, doch immerhin war er von 1978 bis 1986 HSV-Manager und somit maßgeblich an Beckenbauers Verpflichtung beteiligt.

Unter den Trainern erhielt übrigens Sepp Herberger die meisten Stimmen. Die „Hall of Fame“ des deutschen Fußballs wird Anfang April 2019 im Fußballmuseum eröffnet. „Endlich erhält der deutsche Fußball seine Ruhmeshalle. Die Hall of Fame würdigt die größten Legenden erstmals zentral an einem Ort. Damit ist die Grundlage für eine neue Institution im deutschen Fußball gelegt“, sagte Manuel Neukirchner, Direktor des Deutschen Fußballmuseums in Dortmund.

Kriterien für die Nominierungen und die Wahl waren vornehmlich die Erfolge der Kandidaten auf dem Spielfeld. Das Verhalten auf dem Platz und die Persönlichkeit stellte ebenso ein Kriterium dar. Da das Ende der Karriere zum Zeitpunkt der Nominierung fünf Jahre zurückliegen muss, konnte zum Beispiel Philipp Lahm, Weltmeister und OK-Chef für die Europameisterschaft 2024, noch nicht gewählt werden.

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Erstellt:
24. November 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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