Am Dienstag geht’s tatsächlich los: Auch Stamm-Badegast Stefanie Richert-Horn konnten Werner Max und Ralf Gilster (rechts) kaum eine frohere Botschaft überbringen.  Foto: Hagebölling

Am Dienstag geht’s tatsächlich los: Auch Stamm-Badegast Stefanie Richert-Horn konnten Werner Max und Ralf Gilster (rechts) kaum eine frohere Botschaft überbringen. Foto: Hagebölling

Holtorf 24.05.2020 Von Edda Hagebölling

Dienstag um 9 geht‘s los

Freibad am Dobben startet nahezu pünktlich in die (Corona-) Saison 2020

Am Dienstag um 9 geht‘s los. Nach reiflicher Überlegung und zahlreichen Recherchen hat der Förderverein Holtorfer Freibad um seinen Vorsitzenden Ralf Gilster beschlossen, das flächenmäßig größte Freibad im Kreis – auch weil es so viel Platz bietet – zu öffnen.

„Besonders die Stammgäste scharren schon mit den Schwimmflossen“, so Gilster schmunzelnd. Unter ihnen ganz offensichtlich auch Stefanie Richert-Horn aus Erichshagen-Wölpe. Die Lehrerin an der BBS Nienburg schaute am Freitag gegen Abend ganz spontan vorbei, um zu hören, ob es am Dienstag, wie bereits angedeutet, wirklich losgeht.

„Kurz hereinschneien, ein paar Bahnen ziehen und erfrischt von dannen ziehen.“ Für Richert-Horn gibt es nichts Schöneres. Angst vor Corona hat sie nicht. Unter anderem auch, weil das Wasser in Holtorf gechlort wird und sie sich nicht im geschlossenen Raum befindet.

Den vorgeschriebenen Abstand – zehn Quadratmeter pro Person – einhalten zu können, dürfte in Holtorf kein Problem sein. Die Wasserfläche erstreckt sind über rund 2500 Quadratmeter, die Rasenfläche umfasst 6000 Quadratmeter. „Lediglich am Kiosk könnte es bei größerem Andrang etwas eng werden, doch darauf sind wir vorbereitet“, so der Vorsitzende. Eingang und Ausgang sind in Holtorf durch einen Bauzaun getrennt. „Notfalls kommt das Reißverschlussverfahren zur Anwendung“, so Ralf Gilster weiter.

Geöffnet sein wird das Holtorfer Freibad Dienstag, Donnerstag und Samstag von 9 bis 20 Uhr und Mittwoch und Sonntag von 9 bis 19 Uhr. Montag bleibt das Freibad aus Rücksicht auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschlossen. Die Preise bleiben unverändert. Kinder zahlen zwei Euro Eintritt, Erwachsene 3,50 Euro.

Neu ist lediglich, dass es am Eingang einen sogenannten „Check In“ geben wird. Auch in Holtorf ist man gehalten, die Namen und Adressen der Besucherinnen und Besucher zu notieren, um im Notfall nachvollziehen zu können, wer wann mit dem da war. Und natürlich sind die bereits bekannten Regeln einzuhalten. „Sollten wir es irgendwann einmal mit unbelehrbaren Zeitgenossen zu tun haben, machen wir selbstverständlich von unserem Hausrecht gebrauch“, betont der Vorsitzende. Die Höchstgrenze der erlaubten Badegäste liegt aktuell bei 500.

Am Freitag gegen Abend waren außer Ralf Gilster noch Werner Max und Bennett Schütz aus dem Vorstand des rund 1000 Mitglieder zählenden Fördervereins dabei, den letzten Feinschliff vorzunehmen.

Unterstützt wurden sie von Tordis Schütz, Lea Weidemann und Max Wehrmann. Sie alle werden ab Dienstag dafür sorgen, dass der Badebetrieb in Holtorf stattfinden kann.

Max Wehrmann hat mit seinem Arbeitgeber, der Firma Schalwig, sogar vereinbart, dass er dort gegen Mittag Feierabend machen kann, um ab 13 Uhr im Freibad am Dobben als Rettungsschwimmer zur Verfügung zu stehen.

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Erstellt:
24. Mai 2020, 06:56 Uhr
Lesedauer:
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