Der Kommandeur des Bataillons Elektronische Kampfführung 912, Oberstleutnant Sascha Mies (43), während der Ansprache vor der Truppe. Im Hintergrund steht ein Radaraufklärungspanzer, welchen es in der Ausführung nur beim Verband in Nienburg gibt. Foto: Bundeswehr / Adrians

Der Kommandeur des Bataillons Elektronische Kampfführung 912, Oberstleutnant Sascha Mies (43), während der Ansprache vor der Truppe. Im Hintergrund steht ein Radaraufklärungspanzer, welchen es in der Ausführung nur beim Verband in Nienburg gibt. Foto: Bundeswehr / Adrians

Nienburg 03.12.2020 Von Die Harke

Diensteid unter freiem Himmel

Gelöbnis für Soldaten des EloKa-Bataillons 912 auf dem Standortübungsplatz in Nienburg

Das gab es in der Geschichte des Bataillons Elektronische Kampfführung 912 noch nie: Am vergangenen Dienstagabend legten die Rekrutinnen und Rekrutinnen des aktuellen Quartals ihren Diensteid auf dem Standortübungsplatz ab. Die Gastrede hielt die Evangelische Militärpfarrerin des Standortes Nienburg, Ute Ravens. Das hat die Bundeswehr mitgeteilt.

Dass ein solch traditionelles Ereignis wie das Feierliche Gelöbnis unter Ausschluss der Öffentlichkeit und im kleinen Rahmen stattfindet, sei eher ungewöhnlich. Doch besondere Umstände wie die Corona-Pandemie erforderten besondere Maßnahmen.

So habe seitens der Bataillonsführung von Anfang an das Ziel bestanden, diesen für jeden Soldaten prägenden Moment würdig zu gestalten, auch wenn Familien und Freunde nicht dabei sein konnten. Dazu sei entschieden worden, das Gelöbnis mit Fackelschein und Kapelle „im Feld“ abzuhalten.

„Irgendwann werden Sie Ihren Kindern und Enkeln erzählen: ‚Damals, während der Pandemie, auf dem Übungsplatz in Nienburg an der Weser, habe ich geübt, gelobt und gefroren‘. Einen gewissen und absolut nicht alltäglichen Charme hat das Ganze also mit Sicherheit,“ sagte Oberstleutnant Sascha Mies, Kommandeur des EloKa-Bataillons 912, zu Beginn seiner Ansprache.

Stellvertretend für ihre Kameradinnen und Kameraden legten zwei Rekruten das Gelöbnis an der Truppenfahne des EloKa-Bataillons 912 ab.

Stellvertretend für ihre Kameradinnen und Kameraden legten zwei Rekruten das Gelöbnis an der Truppenfahne des EloKa-Bataillons 912 ab.

Die Rekruten beim feierlichen Gelöbnis.

Die Rekruten beim feierlichen Gelöbnis.

Vor ihm angetreten war aufgrund der Auflockerungsmaßnahmen zum vorbeugenden Infektionsschutz nur ein kleiner Teil seines Verbands plus eine Abordnung des Heeresmusikkorps’ Hannover.

Die Rekrutinnen und Rekruten befanden sich zu jenem Zeitpunkt schon mehr als 24 Stunden im Biwak. Gastrednerin Ute Ravens nahm diesen Umstand mit einer Allegorie auf: „Wenn ich etwas Komplexeres bauen will, dann brauche ich viele unterschiedliche Werkzeuge: Hammer, Säge, Hobel, Bohrer, Schraubendreher, Zange und so weiter. So wie mit den Werkzeugen ist es auch bei uns Menschen, bei euch Soldaten: Jeder hat seine eigenen Fähigkeiten, seinen je eigenen Wert.

Seid dankbar für das, was ihr könnt, was ihr lernt und welches Werkzeug ihr seid. Seid zur Stelle, wenn ihr gebraucht werdet mit euren Gaben und Fähigkeiten. Und akzeptiert auch andere mit ihren Fähigkeiten und ihrem eigenen Wert. Jeder kann und hat etwas beizutragen.“

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Erstellt:
3. Dezember 2020, 17:58 Uhr
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