©istock.com/G0d4ather

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29.09.2017 Von Alan Smithee

Diese Geldanlageformen sind im Krisenzeitalter noch lohnenswert

Seit 2014 konnte man ein deutliches Sinken des europäischen Leitzinses beobachten, seit einigen Monaten schon ist er nun am Nullpunkt angekommen. Das bedeutet für Kreditnehmer, dass sie so günstig wie noch nie zuvor Geld aufnehmen können; für Sparer bedeutet es, dass für sicherheitsbetonte Geldanlagen keine Rendite mehr herausspringt. Tagesgeld, Festgeld und jegliche Form von Sparbüchern sind längst nicht mehr empfehlenswert, wenn es um den Aufbau eines Vermögens geht. Aber was kann man anstelle dessen tun?

Chancen und Risiko sollten wahrgenommen werden

Ohne Risiko keine Kapitalerträge – so lautet die deutliche Formel, wenn man einen Blick auf den aktuellen Geldanlagemarkt wirft. Wer in diesen Monaten und gewiss sogar Jahren sein Vermögen vermehren will, kommt mit den klassischen Bankprodukten nicht weiter. Man muss zwingend auf kursgetriebene Geldanlagen setzen, welche an der Börse und im Internet gehandelt werden. Das schließt zunächst Aktien, Fonds, ETFs und Online-Trading wie beim Forex (Währungshandel) ein. Neben den Banken haben sich andere Handelsplattformen etabliert, welche die entsprechenden Verbindungen zu den Märkten haben und eine einfache Online-Investition zulassen. Dazu gehört auch die IG Handelsplattform.

Fonds sind beliebter als Aktien

Die oben genannten Geldanlageformen sind die konventionelleren und werden von immer mehr Privatanlegern genutzt. Einer Umfrage von Statista zufolge, konnten sich schon im letzten Jahr 27% aller befragten Anleger für Fonds begeistern; 19% waren es bei direkten Aktieninvestitionen. Aktien schnitten also schlechter ab als Fonds. Ein Grund dafür kann sein, dass Fonds trotz der Beteiligung an der Börse und Wirtschaft eine noch bessere Sicherheitslage als Aktien bieten können. Verzeichnet ein Unternehmen in diesem Fonds einen Kursverlust, können die anderen Unternehmen mit vielleicht steigenden Kursen diese Entwicklung ausgleichen und relativieren. Hat man dagegen nur in diese einzelne Aktie investiert, ist der Verlust des Geldes unvermeidbar. Auch kann die höhere Beliebtheit von Fonds daher kommen, dass man keine eigene Entscheidung fällen muss, ob man in die einzelne Aktie investiert oder nicht; sondern hinter dem Fonds sitzt ein Manager, der dafür sorgt, dass der Fonds eine möglichst positive Entwicklung hinlegt.

ETFs sind noch weitgehend unbekannt

Sogenannte ETFs (Exchange-Traded-Funds) haben mit einem Anteil von nur 4% nur den vorletzten Platz belegt, als es darum ging, welche Geldanlagen die Deutschen zum Aufbau des Vermögens nutzen. Dabei sehen viele Experten hierin eine Zukunft der Geldanlage. Beim ETF gibt es keinen Fondsmanager, der die Aktien zusammenstellt und die Entwicklung beäugt, sondern imitiert ein ETF solche echten Fonds mit einem hochtechnischen Algorithmus. Dadurch gibt es vor allem Unterschiede in den Gebühren, weil Anleger keinen Fondsmanager bezahlen müssen. Auch wenn die Anteile bei den Sparern bislang noch klein waren, sind sich Experten sicher, dass die Beliebtheit von ETFs in den kommenden Jahren weiter wachsen wird.

Ob und wann die Zinsen wieder steigen, bleibt ein Geheimnis. Klar ist, dass die [MELDUNG=508334]Europäische Zentralbank an ihrer Niedrigzinspolitik weiterhin festhält[/MELDUNG]. Sobald die Zinsgewinne auch für klassische Bank-Anlagen wieder wachsen, werden Sparer allgemein wieder bessere Zeiten haben. Doch im Moment bleiben für echte Perspektiven beim Vermögensaufbau nur die oben genannten Geldanlageformen übrig.

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Erstellt:
29. September 2017, 13:39 Uhr
Lesedauer:
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