Jörn Graue DH

Jörn Graue DH

Guten Tag 28.05.2019 Von Jörn Graue

Diskretion? Fehlanzeige!

Als begeisterter Nutzer von Regionalzügen der Deutschen Bahn und anderer Mobilitätsanbieter auf der Schiene werde ich ganz unfreiwillig immer wieder zum Ohrenzeugen. Im Zeitalter der mobilen Kommunikation ist das Telefonieren im Zug für viele längst zum Volkssport geworden. Nicht immer fällt es mir bei akustisch gut wahrnehmbaren Gesprächen zugegebenermaßen leicht, einfach wegzuhören. So war ich bei einem Ausflug von Nienburg nach Wolfsburg vor einigen Tagen live dabei, als ein Fahrgast mit seiner Gesprächspartnerin oder seinem Gesprächspartner gut hörbar besprach, wo er denn kurz darauf in Hannover einen Termin hätte und was es zum Abendessen geben sollte. Einige Minuten später erfuhr ich dann, dass eine Mitfahrerin derzeit im Landkreis Schaumburg auf Wohnungssuche ist und welcher Besichtigungstermin ihr am besten passen würde.

Keine Frage: Brandheiße Infos sind das nicht. Dennoch stellte sich mir zum wiederholten Male die Frage, weshalb Diskretion für manchen Telefonierenden im Zug nur noch eine untergeordnete Rolle spielt. So manches sollte am Telefon besser außerhalb der Hörweite von Mitreisenden besprochen werden.

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Erstellt:
28. Mai 2019, 14:19 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 32sec

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