Am kommenden Montag, 4. Februar, zeigt der BUND in Kooperation mit dem Nienburger Kulturwerk und dem Nienburger Filmpalast den Dokumentarfilm „Unser Saatgut - Wir ernten, was wir säen“. BUND

Am kommenden Montag, 4. Februar, zeigt der BUND in Kooperation mit dem Nienburger Kulturwerk und dem Nienburger Filmpalast den Dokumentarfilm „Unser Saatgut - Wir ernten, was wir säen“. BUND

Nienburg 03.02.2019 Von Die Harke

Dokumentarfilm für Schüler: „Wir ernten, was wir säen“

BUND, Kulturwerk und Filmpalast zeigen Montag den Film „Unser Saatgut“

Am kommenden Montag, 4. Februar, zeigt der BUND in Kooperation mit dem Nienburger Kulturwerk und dem Nienburger Filmpalast den Dokumentarfilm „Unser Saatgut - Wir ernten, was wir säen“.

„Dieser Film geht uns alle an, denn das Saatgut ist die zentrale Quelle unserer Ernährung“, heißt es in der Pressemeldung des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschlands (BUND), Kreisgruppe Nienburg. Doch diese Quelle sei bedroht, denn 90 % der Saatgutsorten seien im Zuge der Industrialisierung bereits verschwunden.

Saatgut lag Jahrhunderte in den Händen der Bauern, bis die Industrie es als Quelle für Profitmaximierung entdeckte. Seit der Übernahme von Monsanto durch Bayer im letzten Jahr beherrschen nur noch drei Konzerne mehr als 60% des weltweiten Saatgut-Marktes. Drei Großkonzerne, die nicht das Wohl der Menschen, sondern den Profit im Auge haben. Unter dem Deckmantel, höhere Erträge zu erzielen, werden Artenvielfalt und die Gesundheit von Mensch und Tier aufs Spiel gesetzt.

„Dabei trägt die Patentierung von immer mehr Lebensmitteln zur Allmacht der Konzerne bei. Nicht nur der Anteil, sondern auch der Umfang der Patente auf Pflanzen aus konventioneller Züchtung wie Tomaten, Gurken, Paprika, Kürbisse usw. macht Angst, sondern vor allem, dass sich die Patentanträge über die gesamte Lebensmittelproduktion vom Futtermittel über das Tier bis hin zu Fleisch, Milch und Eiern erstrecken“, hebt Johanne Sailer von der BUND-Kreisgruppe Nienburg hervor und ist sicher, dass die Kontrolle über die wichtigsten Lebensmitteln durch sehr wenige internationale Konzerne eine massive Einschränkung der Wahlfreiheit beim Lebensmitteleinkauf bedeutet. „Die Tendenz ist erschreckend.“

Es gibt jedoch eine Bewegung von Bauern und Bäuerinnen, Gärtnern, Umweltschützern und besorgten Bürgern, die sich gegen diese Entwicklung entschieden zur Wehr zu setzen.

Die Dokumentarfilmer Siegel und Betz appellieren mit dem Film „Unser Saatgut“, der seit Oktober 2018 in den deutschen Kinos läuft, an alle: „Schützt die ursprüngliche Saatgutvielfalt, sonst ist das reiche Angebot unserer Nahrung bald nur noch schöne Erinnerung.“ Der BUND empfiehlt den Dokumentarfilm auch für Schüler und Schülerinnen ab Klasse 9/10.

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Erstellt:
3. Februar 2019, 12:33 Uhr
Lesedauer:
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