Die HARKE-Redaktion wünscht einen guten Tag!

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Landkreis 17.02.2020 Von Annika Büsching

Dorfladen-Idee zügig verworfen

Innerhalb weniger Wochen haben mit den Familien Heineking in Warmsen/Bohnhorst und Schnelle in Nendorf gleich zwei Inhaber kleiner Dorfsupermärkte die Schließung angekündigt. Die Argumente sind deckungsgleich: sinkende Umsätze, steigende Kosten, überbordende Bürokratie, verändertes Kaufverhalten. Man könne die Geschäfte nicht ruhigen Gewissens an einen Nachfolger übergeben, schon gar nicht an jemanden aus der Familie, sagen die Firmenchefs unisono.

Die Ankündigung der Schließung wird beiderorts begleitet von vielen Achs und Ochs. Und doch fahren die meisten weiter munter zum Discounter, um das Vorratsregal aufzufüllen.

Das vergessene Stück Butter, ein Brötchen für die Mittagspause, zwischendurch ein Eis für die Kinder – gerade für Jüngere ist der Laden nebenan häufig nur dann Anlaufstelle. Und doch lebt es sich schlechter, wo keine Einkaufsmöglichkeit sind. Die ohnehin strukturschwachen Gebiete sind dann, insbesondere mit Blick auf den demografischen Wandel, wieder gekniffen.

Es gibt Versuche, diese Entwicklung auszubremsen, etwa kleine Märkte der großen Ketten oder von Ehrenamtlichen geführte Dorfläden wie in Leese oder Linsburg. Es erfordert viel Engagement und ein Umdenken, um diese zum Laufen zu bringen.

Es reicht nicht, wenn die Kunden zur Eröffnung in Scharen kommen. In Nendorf verwarf die eigens gebildete Arbeitsgruppe eine erste Idee in diese Richtung schon nach wenigen Treffen.

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Erstellt:
17. Februar 2020, 07:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 38sec

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