Der Bau des Dorfladens in Linsburg schreitet voran. Links die  ehemalige Gaststätte, die zum Dorfgemeinschaftshaus umgebaut wird. Hildebrandt

Der Bau des Dorfladens in Linsburg schreitet voran. Links die ehemalige Gaststätte, die zum Dorfgemeinschaftshaus umgebaut wird. Hildebrandt

Linsburg 10.12.2017 Von Die Harke

Dorfladen Linsburg eröffnet am 10. März

Rewe wird Lieferant/Wichtige Entscheidungen für Dorfladen und Gemeinschaftshaus im Rat

Informationen über den Stand des Bauprojektes Dorfladen und Dorfgemeinschaftshaus sowie zwei wichtige Entscheidungen für die weitere Entwicklung des Projektes standen im Mittelpunkt der letzten Sitzung des Rates der Gemeinde Linsburg in diesem Jahr. Stellvertretender Bürgermeister [DATENBANK=335]Markus Frick[/DATENBANK] (WG), zugleich der interne Bauleiter des Vereins „[DATENBANK=6714]Dorfladen Linsburg[/DATENBANK]“, berichtete über den Stand der Bauarbeiten Anfang Dezember. „Wir befinden uns bereits in der Endphase“ leitete er seinen Bericht ein. Der Einbau neuer Fenster, Putz- und Estricharbeiten, Klempnerarbeiten im Sanitärbereich, die Aussenfassade des Neubaus, die Wärmedämmung und diverse andere Maßnahmen innen wie außen seien abgeschlossen.

Demnächst werden Malerarbeiten sowie die Sanierung der Außenanlage begonnen. Außerdem werde zurzeit geprüft, wie und wann das Dach des ehemaligen Schweinestalls erneuert werden kann. Mit einem Wort: Derzeit ist „alles im Plan“. Auch die Einrüstung der Einrichtung des Ladens und des Gemeinschaftshauses wird so zeitgerecht begonnen werden können, dass das Datum der geplanten Eröffnung gehalten werden kann.

„Der 10. März für die Eröffnungsfeier steht“

„Der 10. März für die Eröffnungsfeier steht,“ bekräftigte Bürgermeister Jürgen Leseberg. Die ersten Vorbereitungen für die Feier seien bereits angelaufen. Wie Gemeindedirektor Torsten Deede der HARKE sagte, werde der Dorfladen bereits zwei Tage vor der offiziellen Feier um 8 Uhr eröffnet. Der Vorstand des Dorfladens Linsburg hat sich entschlossen zur Belieferung des Dorfladens mit der REWE-Group, Sparte nahkauf, zusammenzuarbeiten. Diese verlangt zur Absicherung ihrer Warenlieferung bzw. der gesamten Geschäftsbeziehung eine Bürgschaft von 30.000 Euro. Der Rat stimmte zu, dass die Gemeinde die Bürgschaft übernimmt.

Stellvertretender Bürgermeister Birger Lerch (CDU) stellte die finanzielle Situation des Projektes dar. Die derzeitige Fördersumme von 960.000 Euro wird aufgrund von Kostensteigerungen, die durch Einsparungen und Eigenleistungen trotz aller Bemühungen nur zum Teil aufgefangen werden können, nicht ausreichen.

Es besteht jedoch die berechtigte Hoffnung, dass die Fördersumme um weitere 100.000 Euro aufgestockt werden kann, da der Fördertopf von anderen Kreis-Vorhaben vermutlich nicht vollständig in Anspruch genommen werden wird.Leseberg empfiehlt, diese Möglichkeit so weit wie notwendig auszuschöpfen, da eine spätere weitere Förderung nach Abschluss der Maßnahme sehr schwer werden wird.

Lerch informierte weiter über die Arbeit des Dorfladen-Vereins seit der letzten Sitzung. „Die Lieferantenauswahl und Lieferverträge stehen kurz vor dem Abschluss, das Thema GEMA ist gelöst, diverse Versicherungen wurden abgeschlossen, die Personalsuche läuft. Die Vorbereitungen für die Aufnahme des Betriebes des Gemeinschaftshauses laufen ebenfalls parallel weiter. Alle bisherigen erfolgreichen Einzelmaßnahmen sind dem unermüdlichen Engagement und unentgeltlichen Einsatz der vielen freiwillig Tätigen in den Arbeitsgruppen zu verdanken, deren Anstrengungen und Nutzen für Gemeinde und die dörfliche Gemeinschaft nicht hoch genug eingeschätzt werden können.“

Der Rat genehmigte einstimmig den Entwurf des Pachtvertrages mit dem Dorfladen-Verein, dessen Einzelheiten zuvor diskutiert wurden. Dabei fand eine intensive Abwägung der Pachtsumme statt, die der Verein für die Nutzung der Immobilien der Anlage und des Inventars an die Gemeinde zu zahlen hat. Einerseits den Verein nicht zu überfordern, andererseits aber eine angemessene Einnahme für die Gemeinde zu generieren, war dabei die Richtlinie für die Festsetzung der Pachtsumme. Gemeinde und Verein haben ein starkes gemeinsames Interesse am Erfolg des Dorfladens und Gemeinschaftshauses Linsburg.

Gemeindedirektor Deede teilte mit, dass sich der jährliche Beitrag der Gemeinde im Unterhaltungs- und Landschaftspflegeverband „Meerbach und Führse“ durch eine Änderung der Beitragssystematik von 32.947 Euro auf 37.052 Euro erhöhen wird, die aufgrund einer Novellierung des Niedersächsischen Wassergesetzes notwendig wurde.

Bürgermeister Leseberg wies nochmals darauf hin, dass ein Ausscheiden aus dem Verband auf juristischem Wege nicht zu erreichen war und dass die Gemeinde über eine Kompensierung der Steigerung dieses für den Haushalt sehr belastenden Postens nachdenken muss. Dieses sollte spätestens bei der Verabschiedung des Haushaltsplanes 2018 der Fall sein.

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Erstellt:
10. Dezember 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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