Traditionell wird beim „Neujahrstreff“ ein Tannenbaum symbolisch verbrannt. Gemeinde Linsburg

Traditionell wird beim „Neujahrstreff“ ein Tannenbaum symbolisch verbrannt. Gemeinde Linsburg

Linsburg 09.01.2017 Von Die Harke

Dorfladen soll Ende des Jahres fertig sein

Trotz Glatteis begrüßten die Linsburger 2017 unter freiem Himmel / Gemeinde lud zum vierten „Neujahrstreff“

Trotz widrigen Wetters (abtauendes Glatteis) fanden sich am Sonntag rund 70 Personen aus Linsburg und Umgebung zum vierten Neujahrsempfang der Gemeinde Linsburg ein, um das Jahr 2017 in Form eines „Neujahrstreffs mit symbolischem Weihnachtsbaum-Verbrennen“ unter freiem Himmel zu beginnen. Das hat die Gemeinde mitgeteilt. Statt Sekt und Schnittchen gab es unter anderem Glühwein und Bratwurst, zünftig zubereitet vom Linsburger Gemeinderat. Bürgermeister [DATENBANK=333]Jürgen Leseberg[/DATENBANK] begrüßte die Gäste, dabei ausdrücklich die neu hinzugezogenen Bürgerinnen und Bürger, über deren Anwesenheit er sich besonders freute.

Der Blick zurück aufs vergangene Jahr

In seinem Jahresrückblick 2016 ging er auf die wichtigsten Stationen und Erfolge ein, die er chronologisch ansprach: Das Jahr begann mit einer finanziellen Beteiligung der Gemeinde an der Neubeschaffung eines professionellen Rasenmähers für den Sportverein Linsburg, der diesen mittels einer erfolgreichen Crowdfunding-Aktion – unterstützt durch ein hiesiges Bankhaus – nahezu pünktlich zu Beginn der neuen Fußballsaison auf den Rasen stellen konnte.

Ein wichtiger Entscheidungsprozess fand statt, um das ausführende Architekturbüro für den Aus- und Umbau des geplanten Dorfladens und Dorfgemeinschaftshauses in Linsburg zu finden. Zahlreiche Ausbau- und Instandsetzungsmaßnahmen der öffentlichen Infrastruktur wurden durchgeführt. Dabei hob Leseberg besonders die Wiederherstellung und Freigabe des Grinderwald-Spielplatzes mithilfe der Linsburger Revierförsterei hervor, der stets ein Besuchermagnet sei und daher besonderer Betreuung bedürfe. Des weiteren sprach er die Regenwasserbeseitigung im Bereich Grund/Alter Brand an, die Beantragung einer Bushaltestelle und die Einrichtung eines Spielplatzes für das Neubaugebiet Burg sowie die Probleme bei der Benutzung der Lautsprecheranlage der Friedhofskapelle.

Beim Thema Haushalt senkte Leseberg die Stimme, man musste schon genau hinhören, als er die roten Zahlen nannte: Diese wurden im Wesentlichen durch die hohen Abgaben und erhebliche Investitionen, die sich erst später wieder auszahlen würden, erzeugt. Wichtig für die Zukunft sei es jedoch, trotz des resultierenden zunächst negativen Haushaltes die vitalen infrastrukturellen Funktionsbereiche des Ortes zu erhalten und auszubauen.

Meilenstein Gemeinderat

Der Meilenstein des vergangenen Jahres sei die Neuwahl des Gemeinderates im Rahmen der Niedersächsischen Kommunalwahl gewesen. Der Rat werde jetzt erfreulicherweise durch die Ratsfrau Ulrike Klug verstärkt. Weitere Neuzugänge sind Florian Wegener, Mirko Harmening und Jörg Brüning. Der neue Rat hat seine Arbeit nach der konstituierenden Sitzung direkt mit den Themen Internet-Breitbandausbau, Neufestsetzung der Aufwandsentschädigung der Ratsmitglieder, Einführung der digitalen Ratsarbeit und besonders die Verabschiedung der Baupläne für Dorfladen und Dorfgemeinschaftshaus aufgenommen.

Im Ausblick auf das neue Jahr stand erneut die Fertigstellung des Umbaus des Dorfladens und DGH im Mittelpunkt, der bis Ende 2017 abgeschlossen sein soll. Die Entkernung der ehemaligen Landgaststätte „Zum Lindenhof“ durch die Arbeitsgruppe III des Dorfladen-Vereins unter Leitung von Jürgen „Vize“ Engelbart solle in Kürze beginnen. Dabei werde jede helfende Hand gebraucht.

Die erfolgreiche Vermarktung der von der Gemeinde ebenfalls erworbenen Hofstelle Müller befinde sich bereits im Entscheidungsprozess. Dieses Areal als bedeutsamer Bestandteil der „Neuen Mitte Linsburg“ könne bei sinnvoller und seriöser Umgestaltung die Dorfladen-Anlage hervorragend ergänzen.

Auch die Sanierung des wegen Schimmelbefalls aufgrund Durchfeuchtung inzwischen geschlossenen Feuerwehrhauses stelle eine große Herausforderung dar. Die traditionelle gemeinsame Dorf- und Feldpflege mußte auf den Februar vorgezogen werden.

Zum Abschluss dankte Leseberg allen ehrenamtlich handelnden Helferinnen und Helfern des Ortes und der Umgebung, die sich übers Jahr uneigennützig und engagiert bei zahlreichen Projekten in die Dorfgemeinschaftsarbeit eingebracht hätten. Besonders hob er erneut die Arbeit der Arbeitsgruppen des Dorfladen-Projektes hervor. Stellvertretend für diverse erwähnenswerte Namen nannte er Sabine Engelbart, die sich in besonders vielen Vorhaben engagiert habe.

Auch die Linsburger Feuerwehr unter Führung des Ortsbrandmeisters Wolfgang Buckwitz habe neben ihrer Kernaufgabe Schützen und Retten bei nahezu allen Aktionen geholfen und unterstützt, so dass auch ihr der Dank des Ortes gebühre.

Zahlreiche Linsburger trotzten der Kälte. Gemeinde Linsburg

Zahlreiche Linsburger trotzten der Kälte. Gemeinde Linsburg

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Erstellt:
9. Januar 2017, 21:00 Uhr
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