Kurt Pfaffenberg bei der Probenentnahme im Rahmen einer vorgeschichtlichen Grabung, 1940er-Jahre. Kreismuseum

Kurt Pfaffenberg bei der Probenentnahme im Rahmen einer vorgeschichtlichen Grabung, 1940er-Jahre. Kreismuseum

Syke 28.02.2019

Dorfschullehrer Pfaffenbergs Geschichte

Gebürtiger Nienburger Volkskundler erhält Ausstellung im Kreismuseum

Am Sonntag, 3. März, wird um 15 Uhr im Kreismuseum Syke die Ausstellung „Der Dorfschullehrer Kurt Pfaffenberg (1888-1971) – Botaniker, Archäologe, Heimatforscher, Volkskundler“ eröffnet. Kurt Pfaffenberg, geboren 1888 und aufgewachsen in Nienburg, kam nach Präparande und Lehrerseminar in Hannover 1909 als Lehrer an die einklassige Volksschule Vorwohlde in der Gemeinde Nordsulingen im damaligen Kreis Sulingen. Er sollte dort bis zu seiner Pensionierung 1950 41 Jahre lang verbleiben. Er starb 1971 in Sulingen.

Vor allem für seine naturwissenschaftlichen Forschungen, insbesondere im Bereich der Pollenanalyse, wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz und dem Niedersächsischen Verdienstorden.

Durch die Pollenanalyse gelang es ihm, bei Ausgrabungen Bodenschichten zeitlich einzuordnen und damit auch die dort aufgefundenen prähistorischen Artefakte zu datieren. Im Landkreis Grafschaft Diepholz, zu dem seit 1932 auch der Altkreis Sulingen gehörte, wirkte er von 1945 bis 1952 als Beauftragter für den Naturschutz. Auch die Archäologie und die Volks- und Heimatkunde begeisterten ihn. Die Moorlandschaft, Ausgrabungen und Funde, bäuerliches Kulturgut sowie Haus und Hof hielt er in über 20 Jahren auf mehreren 100 Fotografien fest. Sie befinden sich mit seinem wissenschaftlichen Nachlass im Stadtarchiv Sulingen und werden in dieser Ausstellung erstmals umfassend gewürdigt.

Die Ausstellung eröffnen Museumsleiter Dr. Ralf Vogeding, der stellvertretende Landrat Volker Meyer (MdL)und der Bürgermeister der Stadt Sulingen, Dirk Rauschkolb. Raymonde Decker, Heinz Riepshoff und Ralf Vogeding werden in die Ausstellung einführen.

Zu sehen ist die Präsentation bis zum 22. April. Zur Ausstellung erscheint ein reich bebildertes Begleitbuch.

Weitere Infos unter www.kreismuseum-syke.de

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Erstellt:
28. Februar 2019, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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