Doris und Ulf Nagel tanzen ins Halbfinale

Doris und Ulf Nagel tanzen ins Halbfinale

Doris und Ulf Nagel beim Turnier in Norderstedt. Foto: Nagel

Wie so viele Sportarten musste auch das Tanzen coronabedingt lange pausieren. Kein Training, keine Wettkämpfe – eine Durststrecke auf dem Parkett. 17 Monate durften die aktiven Tänzer des TKW kein Turnier besuchen, mussten sich mit Individualtraining zu Hause oder mit Online-Training fit halten.

Nun bot sich kurzerhand die Möglichkeit, an einem Turnier in Norderstedt an den Start zu gehen. Trotz einer unruhigen Vorrunde erreichten die beiden das Halbfinale und schließlich, dank einer guten Leistung, am Ende der 13. Platz im gesamten Feld.

Kurzfristig nach Norderstedt

In der Klasse der Senioren III S hatten hatten Doris und Ulf Nagel kurzfristig die Info bekommen, dass in Norderstedt das Turnier der „Goldenen 55“ stattfinden sollte. Kurzerhand meldeten sie sich an. Zuerst kamen etliche Mails über Hygienevorschriften und Sicherheitsmaßnahmen, die sich ziemlich abstrus für ein Turnier anhörten, aber sie akzeptierten dies und machten sich auf den vierstündigen Weg. Betreten des Geländes nur mit Maske, Anmeldung nur nach Vorlegen des Impfausweises, fest zugewiesene Umkleide-Tische und Stühle, Maskenpflicht überall, sofern man nicht auf der Tanzfläche aktiv war. Allein die Koordination dieser Regeln verlangte Nagels schon Einiges ab.

Die Nienburger waren dem ersten Block der teilnehmenden Paare zugelost worden. Der Turnierleiter holte diese in den Saal, wo alle Sportlerinnen und Sportler erst einmal registrieren mussten, was es bedeutet, wenn wirklich niemand bis auf die Paare und die Wertungsrichter anwesend sind.

Weiter trotz Unsicherheiten

Die Vorrunde verlief für Nagels nicht wie gewünscht. Es schlichen sich Unsicherheiten und Fehler ein. Anschließend hieß es warten, bis der zweite Block fertig war, um zu erfahren, wer weitertanzen durfte. Die Wartezeit lohnte sich, denn sie für wurden für das Semi-Finale aufgerufen. Und hier kehrte wieder allmählich die gewohnte Routine und nötige Sicherheit zurück. In den ersten vier Tänzen verschafften sie sich Freiraum und zeigten eine souveräne Leistung. Nur im Quickstepp kam es fast zu einem Crash, und anschließend kamen sie nur schwer wieder in Gang. Somit reichte es nicht ganz für das Erreichen des Finales. „Allein der Sprung ins Halbfinale und der 13. Platz insgesamt gehen voll in Ordnung“, freuten sich die beiden Nienburger anschließend. Zwar wünschten sich Nagels und alle weiteren Aktiven wieder Zuschauer, aber es überwog die Freude, dass es überhaupt wieder möglich war, einen Wettbewerb tanzen zu dürfen.