Kaffeedose, um 1947. Museum Nienburg

Kaffeedose, um 1947. Museum Nienburg

Nienburg 26.01.2017 Von Die Harke

Dose aus einem „Care-Paket“ ist Objekt des Monats

Die Reihe „48295“ geht auch 2017 im Museum Nienburg weiter. Im Februar steht im Fresenhof eine ganz besondere Kaffeedose im Mittelpunkt: Als im Sommer 1946 mit den „Care-Paketen“ erste Nahrungsmittelpäckchen in der amerikanischen Besatzungszone ankamen und an die notleidende Bevölkerung verteilt wurden, war dies für viele ein ganz besonderer Moment. Ursprünglich als Rationen aus den Beständen der US-Armee für die Versorgung der amerikanischen Soldaten während des Zweiten Weltkrieges vorgesehen, wurden sie in der unmittelbaren Nachkriegszeit an die Zivilbevölkerung in Europa verschickt.

Initiiert und koordiniert wurde diese Hilfsaktion durch den Zusammenschluss von über 20 amerikanischen Wohlfahrtsorganisationen zur „Cooperative for American Remittances to Europe“ (kurz: CARE), der „Genossenschaft für amerikanische Sendungen nach Europa“.

Nach dem Aufbrauchen der Militärbestände begann die Organisation dann ab 1947, eigene Pakete, die speziell zur Versorgung ziviler Bevölkerungsteile zusammengestellt wurden, zu packen und zu versenden. Diese enthielten für einen Zeitraum von mehreren Wochen die notwendigsten Lebensmittel und waren ausgestattet mit verschiedenen Sorten Fleisch, Margarine, Schmalz, Aprikosen, Honig, Rosinen, Schokolade, Zucker, pulverisierten Eiern, Vollmilch-Pulver und Kaffee.

Verpackt war der Großteil dieser einzelnen Inhalte in Konservendosen wie der hier gezeigten. Sie beinhaltete ursprünglich Kaffeebohnen und stammt vermutlich aus einem „Care-Paket“ um 1947. Gepackt wurde es für „Flagstaff Foods“ in New Jersey/USA.

Das Museum freut sich über weitere Gegenstände, die aus solchen Paketen stammen und in Nienburg ankamen.

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Erstellt:
26. Januar 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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