Michael Roll (links) und Michaela May beschäftigen sich zunächst mit sich selbst, bevor sie sich dem Ehedrama ihres Therapeuten (Ingo Naujoks, Mitte) zuwenden. Loredana La Rocca

Michael Roll (links) und Michaela May beschäftigen sich zunächst mit sich selbst, bevor sie sich dem Ehedrama ihres Therapeuten (Ingo Naujoks, Mitte) zuwenden. Loredana La Rocca

Nienburg 19.01.2017 Von Die Harke

Drama beim Paartherapeuten

„Die Wunderübung“ wird am 2. Februar im Theater gezeigt

Michaela May, Michael Roll und Ingo Naujoks spielen am Donnerstag, 2. Februar, um 20 Uhr im [DATENBANK=3566]Nienburger Theater auf dem Hornwerk[/DATENBANK] in der Komödie „Die Wunderübung“ von Daniel Glattauer. Wie schon in dem Erfolgsstück „Gut gegen Nordwind“ steht im Zentrum die Beziehung eines Paares, diesmal allerdings im Therapieraum des Paartherapeuten. Joana und Valentin haben sich eigentlich nichts mehr zu sagen, ihre Beziehung ist am Tiefpunkt angelangt. Die Stimmung beim Paartherapeuten – eisig. Aber Joana hat eine ganze Menge über Valentin zu sagen, und der muss sich verteidigen und schießt treffsicher zurück. Doch da Joana immer schon vorher weiß, was ihr Ehemann sagen will, sorgt sie mit einem Redeschwall dafür, dass er oft gar nicht erst zu Wort kommt.

Die bekannten Klischees von Frauen, die nicht zuhören und ständig reden, von Männern, die nicht zu Wort kommen, von Seitensprüngen und der Reue darüber, von Therapeuten, die ihrer Klientel nicht gewachsen sind, sie alle werden hier genüsslich aufgefächert.

Der Therapeut versucht, mit Übungen und Tricks das Eis zu brechen – vergeblich. Erst als er selbst durch einen Anruf seiner Gattin aus dem Gleichgewicht geworfen wird, taut die harte Kruste auf, denn plötzlich wenden sich alle dem wesentlich interessanteren Ehedrama des Paartherapeuten zu.

Köstlich, feinfühlend ironisch und fast zärtlich, aber auf jeden Fall mit viel Sympathie führt uns Daniel Glattauer wieder einmal ins Labyrinth zwischenmenschlicher Beziehungen: „Wenn es nicht funktioniert, wenn es einfach nicht und nicht funktioniert, wenn man glaubt, dass man schon alles probiert hat, und wenn man noch etwas Zusätzliches probiert, und es funktioniert wieder nicht, dann könnte man, ja, dann könnte man ja durchaus auf die Idee kommen, dass man sagt, okay, beenden wir es, lassen wir es sein, hören wir auf, gehen wir auseinander, trennen wir uns.“

Einige Restkarten sind erhältlich an der Theaterkasse im Stadtkontor, Kirchplatz 4 in Nienburg, Telefon (0 50 21) 8 72 64 und 8 73 56, Fax (0 50 21) 87 5 83 56, per E-Mail an theaterkasse@nienburg.de sowie unter www.theater.nienburg.de. Für kurzfristig zurückgegebene Karten können sich Interessierte sich am Veranstaltungstag an der Theaterkasse melden.

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Erstellt:
19. Januar 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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