Atemschutzgeräteträger stehen ausgerüstet in Bereitschaft. Foto: Habermann

Atemschutzgeräteträger stehen ausgerüstet in Bereitschaft. Foto: Habermann

Leeseringen 26.02.2020 Von Jan Habermann

Dramatische Lage entpuppte sich als Übung

Feuerwehren Leeseringen, Estorf und Schessinghausen im trainierten das Retten von Menschen

„Gebäudebrand klein“ in der Bruchstraße 37, so lautete das Alarmstichwort für die Einsatzkräfte der Feuerwehren Leeseringen, Estorf und Schessinghausen sowie einen Rettungswagen der Johanniter-Unfall-Hilfe aus Landesbergen am Dienstagabend gegen 19 Uhr.

Für die Mannschaft des ersteintreffenden Löschfahrzeugs stellte sich folgende Lage am Ort des Geschehens dar: Zwei Personen standen an einem Fenster im ersten Obergeschoss, der Fluchtweg nach draußen war ihnen durch das stark verrauchte Treppenhaus abgeschnitten. Nach einer umfassenden Erkundung durch Einsatzleiter Bernd Thieheuer galten zwei weitere Personen irgendwo in dem Gebäude als vermisst.

In das verrauchte Gebäudeinnere ist gerade ein Trupp zur Menschenrettung vorgegangen. Foto: Habermann

In das verrauchte Gebäudeinnere ist gerade ein Trupp zur Menschenrettung vorgegangen. Foto: Habermann

Umgehend wurde ein erster Angriffstrupp zur Menschenrettung vorgeschickt. Parallel leiteten weitere Einsatzkräfte die Rettung der Personen am Fenster über eine Steckleiter ein. Hierbei galt es insbesondere auf eine ausreichende Absturzsicherung der zu Rettenden zu achten. Von den kurze Zeit später nachfolgenden Ortswehren Estorf und Schessinghausen wurden weitere Atemschutztrupps ins Gebäude vorgeschickt. Die Betreuung und Versorgung der „Verletzten“ wurde durch die Besatzung des Rettungswagens übernommen. Ferner galt es, eine Wasserversorgung aus einem etwa 200 Meter entfernten Unterflurhydranten herzustellen, um im weiteren Verlauf die Brandbekämpfung aufnehmen zu können.

Zusammenarbeit der Ortswehren trainieren

Was sich zunächst als dramatische Lage darstellte, war glücklicherweise nur eine gut ausgearbeitete Alarmübung der Gruppenführer der Feuerwehr Leeseringen, Andreas Ewert und Jan Habermann. Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit der drei benachbarten Ortsfeuerwehren zu trainieren. Diese hat in weiten Teilen reibungslos funktioniert, so die Meinung der Übungsbeobachter, unter denen sich unter anderem der stellvertretende Gemeindebrandmeister der Samtgemeinde Mittelweser, Andreas Haake, befand.

Die Johanniter Unfallhilfe versorgte die „Verletzten“ umgehend. Foto: Habermann

Die Johanniter Unfallhilfe versorgte die „Verletzten“ umgehend. Foto: Habermann

Nach Übungsende kam ein Mitarbeiter der Feuerwehrtechnischen Zentrale des Landkreises zum Übungsort, um die verbrauchten Gerätschaften zu tauschen und somit die Einsatzbereitschaft der Wehren wieder vollumfänglich herzustellen. In der abschließenden Übungskritik wurde im Kreise der Teilnehmer noch über das ein oder andere Verbesserungspotenzial diskutiert.

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Erstellt:
26. Februar 2020, 12:44 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 56sec

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