Glutnester hatten sich in der Verkleidung des Schornsteins gebildet. Foto: Thiermann

Glutnester hatten sich in der Verkleidung des Schornsteins gebildet. Foto: Thiermann

Hoya 13.03.2021 Von Marion Thiermann

Drei Feuerwehr-Einsätze binnen acht Stunden

Fehlalarm, Ölspur und Schornsteinbrand im Nordkreis

Das Sturmtief Klaus am Donnerstag ließ die Feuerwehren in der Samtgemeinde Grafschaft Hoya relativ verschont von Einsätzen. Lediglich die Freiwillige Feuerwehr Hassel wurde am Nachmittag zu einem umgestürzten Baum gerufen, der beide Fahrbahnen der B215 Richtung Barme versperrte.

Eine Stunde später rückte zudem die Feuerwehr Wienbergen aus, um einen ebenfalls umgestürzten Baum von der Hingster Straße zwischen Hoya und Hingste von der Straße zu beseitigen.

Dichter Rauch stieg aus der Verkleidung des Schornsteins. Foto: Thiermann

Dichter Rauch stieg aus der Verkleidung des Schornsteins. Foto: Thiermann

Turbulent wurde es dagegen am Freitag für die Ehrenamtlichen der Feuerwehr Hoya, die innerhalb von nur acht Stunden gleich drei Alarmierungen zu Einsätzen erreichte. Um 9.30 Uhr machte sich eine Brandmeldeanlage in einer Spedition bemerkbar, wo ein Eingreifen der Feuerwehr jedoch nicht erforderlich war.

Um 14.11 Uhr wurden die Einsatzkräfte zu einer gut 500 Meter langen Spur von auslaufenden Betriebsstoffen eines Transporters gerufen, die sich über die Weserstraße, ein Stück der Bücker Straße entlang bis in die Lange Straße hinein erstreckte und unter der Leitung von Oliver Endres von 14 Einsatzkräften abgestreut wurde.

Ein ruhiger Abend war trotz der bereits zwei Einsätze nicht in Sicht. Um 17.32 Uhr riefen Sirenen und Meldeempfänger die Einsatzkräfte aus Hoya und Hoyerhagen abermals auf den Plan, dieses Mal unter dem Stichwort „Schornsteinbrand“. An der Hauptstraße in Hoyerhagen hatte sich ein Schornstein, vermutlich durch Verrußung, entzündet. Der Hausbesitzer bemerkte Brandgeruch und setzte den Notruf ab, da sich der Schornstein auch heiß anfühlte.

Im Außenbereich wurde die Glut aus dem Ofen abgelöscht. Foto: Thiermann

Im Außenbereich wurde die Glut aus dem Ofen abgelöscht. Foto: Thiermann

Die 32 angerückten Einsatzkräfte holten unter der Einsatzleitung von Hoyerhagens stellvertretendem Ortsbrandmeister Kai Wicke die Glut aus dem im Keller befindlichen Ofen und löschten diese im Außenbereich ab, leuchteten die Einsatzstelle aus und bauten eine Wasserversorgung auf. Zudem wurde der Schornstein mit einer Wärmebildkamera kontrolliert und vom Dachboden aus von einem hinzugerufenen Schornsteinfeger ausgefegt.

Durch die Hitze hatten sich Glutnester in der Verkleidung des Schornsteins gebildet, aus der im nächsten Moment schon Flammen schlugen. Atemschutzgeräteträger bahnten sich von außen durch das teilweise Abdecken der Pfannen einen sicheren Weg zum Schornstein hinauf, um diesen abzulöschen und anschließend die aus Holz und Schiefer bestehende Verkleidung abzureißen, um den Schornstein abzukühlen; nach gut zwei Stunden war der Einsatz beendet. Die Hauptstraße war in dieser Zeit im Bereich des Einsatzortes halbseitig gesperrt.

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Erstellt:
13. März 2021, 12:28 Uhr
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