Paul Hill/Fotolia

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Nienburg 06.02.2019 Von Andreas Wetzel

Drogeneinfuhr nicht geklappt

Nienburger zu neun Monaten Bewährungsstrafe verurteilt

Vor dem Schöffengericht Nienburg musste sich ein 37-jähriger Mann aus Nienburg verantworten, weil er im Oktober 2015 Amphetamin-Tabletten aus den Niederlanden nach Deutschland geschmuggelt hatte. Er wurde damals in Nienburg von der Polizei angehalten und kontrolliert. Die Drogen wurden sichergestellt. Dafür wurde er jetzt zu einer Freiheitsstrafe von neun Monaten auf Bewährung verurteilt. Bei dem Angeklagten, der bisher ein unbeschriebenes Blatt war, wurden insgesamt 151 Gramm Amphetamine sichergestellt; er wollte die Drogen weiterverkaufen. Bei der Durchsuchung der Wohnung fand die Polizei mehr als 9.300 Euro Bargeld und stellte dies sicher, da das Geld offensichtlich aus Drogenverkäufen stammte.

Bei der Gerichtsverhandlung regte Verteidigerin Katharina Theuerkaufer eine Verständigung im Strafverfahren an. Damit solle eine umfangreiche und kostspielige Beweisaufnahme, die der Angeklagte zu tragen hätte, vermieden werden.

Im Gegenzug signalisierte die Verteidigerin, dass der Angeklagte ein umfangreiches Geständnis ablegen wolle. Nach kurzer Beratung stimmten die Staatsanwaltschaft, das Schöffengericht und die Verteidigung der Verständigung zu. Das Geständnis der Angeklagten lautete daraufhin: „Es stimmt alles so, wie es angeklagt wurde!“

Nach der Beweisaufnahme beantragte die Staatsanwaltschaft die in dem Verständigungsgespräch als Höchstmaß festgelegte Freiheitsstrafe von neun Monaten, die zur Bewährung ausgesetzt werden sollte. Darüber hinaus beantragte sie die Einziehung des sichergestellten Bargelds. Die Verteidigerin führte aus, dass ihr Mandant weder vor dem Vorfall noch danach straffällig geworden sei. Er habe sich komplett aus der Szene zurückgezogen. Sie plädierte daher auf die Verhängung einer milderen Strafe.

Die Strafe wurde für zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt. Die sichergestellten 9.300 Euro werden eingezogen. Auf die Verhängung weiterer Auflagen wie das Ableisten von Sozialstunden oder die Beiordnung eines Bewährungshelfers verzichtete das Gericht mit der Begründung, dass weitere Straftaten vom Angeklagten nicht begangen wurden.

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Erstellt:
6. Februar 2019, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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