Paul_Henri / pixabay

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25.02.2019 Von Alan Smithee

Drone Racing für Anfänger

Der Hype um Drohnen ist zwar vorbei, doch die Veränderungen, die sich durch sie in unserem Leben auftun, werden stetig mehr. Ein Beispiel sind Luftaufnahmen, die nun nicht nur bei teuren Filmproduktionen möglich, sondern auch für kleinere Sender, YouTube-Kanäle und für Privatpersonen erschwinglich geworden sind. Hochzeitsfotos aus der Luft? Für wenige Euro machbar. Inspektion von Strommasten oder 72117? Kein Helikopter und kein gefährliches Klettern mehr nötig. Wie mit fast jeder neuen Technologie hat auch diese Einfluss auf den Sport – im direkten Sinne: Drohnenrennen bzw. „Drone Racing“ heißt die neue Sportart, die weltweit und in Deutschland mehr und mehr Anhänger für sich gewinnen kann. Worum es dabei geht und was man dazu braucht, ob sich ein Selbstbau lohnt und weitere Informationen.

Drohnenrennen: Das sind die Voraussetzungen

Wer meint, für ein Drohnenrennen braucht man eine Drohne, der liegt zwar nicht falsch – aber auch nicht ganz richtig. Denn ein großes Problem beim Drohnenrennen auf Sicht ist, dass man die Drohne früher oder später aus den Augen verliert. Deshalb fliegt man Drohnen beim Drone Racing aus der Ich-Perspektive, dem sogenannten First-Person-View (FPV). Diese Technik ist im Modellbau bereits seit Jahren sehr verbreitet: Eine nach vorne gerichtete Kamera an der Drohne nimmt Bilder auf, die über Sender und Empfänger übertragen und am Boden auf einem Bildschirm wiedergegeben werden. Der Drohnenpilot sieht nun sozusagen, „was die Drohne sieht“.

Upgrade: Drohne + FPV + VR

Das alleine ist aber nur die halbe Miete. Man kann mit einem solchen Setup zwar an Drohnenrennen teilnehmen, doch ist man technisch und damit sehr wahrscheinlich auch fliegerisch anderen unterlegen. Denn die haben modernere Technik: VR-Brillen sollten den meisten, die sich mit Drohnen beschäftigen, bekannt sein. Gibt man das FPV-Bild der Drohne über eine VR-Brille wieder, werden Umgebungsbild und ggf. auch Geräusche ausgeblendet. Der Pilot sieht nun NUR noch das, was die Drohne sieht. Die Immersion – das Hineinversetzen in die virtuelle Realität der Drohne – kann durch ein 3D Bild mit zwei Kameras und optisch höherwertige VR-Headsets weiter gesteigert werden. Damit steigt aber auch der Preis und der technische Aufwand bzgl. Einrichtung und Betrieb. Gerade Einsteiger stehen spätestens dann vor der Frage: Soll ich eine Drohne kaufen oder selber bauen?

Wann sich der Selbstbau lohnt

Kaum Zeit, dafür ist ein gutes und lockeres finanzielles Polster vorhanden? Keine Lust an der Technik der Drohne? Von einem Selbstbau ist dann abzuraten. Wer stattdessen aber technik-affin ist oder Interesse hat und Zeit mitbringt, der sollte die Gelegenheit, die Technologie verstehen und entwickeln zu lernen, auf keinen Fall verpassen. Der Vorteil liegt nicht nur in erweiterten Möglichkeiten (Modding), die sich dank der vielen Shops für Ersatzteile und Co., beispielsweise den RCTech FPV Drone Racing Shop für Drohnen Teile. So lässt sich eine Drohne beispielsweise mit einem FPV-VR-System nachrüsten, bzw. von Grund auf nach den eigenen Bedürfnissen gestalten. Wer sich in dieser Hinsicht noch mehr Freiheiten verschaffen will, kann auch über die Anschaffung eines 3D Druckers nachdenken. Ein weiterer Vorteil liegt in teilweise deutlich geringeren Gesamtkosten – spätestens nach der ersten Bruchlandung, nach der man die Drohne ohne Probleme selbst reparieren kann.

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Erstellt:
25. Februar 2019, 10:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 40sec

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