Schnelles Handeln ist bei einem Herzstillstand von größter Bedeutung. Foto: pixelaway - stock.adobe.com

Schnelles Handeln ist bei einem Herzstillstand von größter Bedeutung. Foto: pixelaway - stock.adobe.com

Nienburg 23.09.2020 Von Holger Lachnit

Drücken, und zwar sofort

Guten Tag – ein Kommentar

Plötzlich bricht ein Mensch zusammen, sein Herz schlägt nicht mehr. Da kann eine Herzdruckmassage Leben retten. Darauf haben die Helios-Kliniken Mittelweser anlässlich der „Woche der Wiederbelebung“ hingewiesen.

Jede Minute, die bis zum Beginn der Reanimationsmaßnahmen verstreiche, verringere die Überlebenschancen um zehn Prozent. Deshalb sei Erste Hilfe nicht als zusätzliche Maßnahme zu sehen, sondern als entscheidend über Leben und Tod.

Zuallererst sollte der Notruf 112 gewählt werden. Dann müsse mit der Herzdruckmassage begonnen werden: „Der Ersthelfer oder die Ersthelferin drückt dazu etwa in der Mitte des Brustkorbs kräftig auf den Oberkörper der betroffenen Person. Optimal passiert das 100 Mal in der Minute. Damit man den richtigen Rhythmus findet, kann man im Kopf ein bekanntes Lied mitsingen. Die Bee Gees haben dafür den passenden Titel ,Stayin’ Alive’“, sagt Dr. Björn-Hendryk von Stritzky, Chefarzt für Anästhesie und Intensivmedizin an den Helios-Kliniken.

Der Notfallmediziner betont ausdrücklich: „Oft herrscht Angst, dass man als Laie alles nur noch schlimmer macht. Wichtig ist, mit der Herzdruckmassage anzufangen. Denn: Ist in einer Notsituation jemand vor Ort, der sofort mit einer Herzdruckmassage beginnt, um den Blutkreislauf aufrecht zu erhalten, steigen die Überlebenschancen des Betroffenen um das Zwei- bis Dreifache.“

Zum Artikel

Erstellt:
23. September 2020, 06:45 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 37sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Themen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.