Die Ahrbecker Windmühle in Wenden. Foto: Mittelweser-Touristik

Die Ahrbecker Windmühle in Wenden. Foto: Mittelweser-Touristik

Steimbke 05.05.2021 Von Die Harke

Durch Felder und Wiesen

Mittelweser-Touristik stellt drei Fahrradrouten durch die Samstgemeinde Steimbke vor

Die Temperaturen steigen langsam, der Frühling nimmt (hoffentlich bald wieder) Fahrt auf. Und mit ihm das Bedürfnis der Kreis-Nienburger, die Natur zu erleben. In einer Serie stellt DIE HARKE deshalb gemeinsam mit der Mittelweser-Touristik Fahrradrouten in der Region vor. Heute geht es um drei Radrundwege durch die Samtgemeinde Steimbke.

„Eulen-Tour“, „Natur pur“ und „Von Riesen und Steinen“ – so heißen die drei Radtouren mit Längen zwischen 26 und 34 Kilometern durch die Samtgemeinde Steimbke. Die Rundtouren führen durch eine reizvolle Heide-, Moor- und Waldlandschaft sowie durch landwirtschaftlich geprägte Dörfer.

Startpunkt für alle Touren ist Ortsmitte Steimbke

Startpunkt für alle Touren ist der Dorf- bzw. Rathausvorplatz im Ortsmittelpunkt von Steimbke. Von dort aus geht es mit dem Rad immer dem jeweiligen Symbol „Eule“, „Natur“ oder „Stein“ folgend. Ziel der Eulentour (34 Kilometer lang) ist die Gemeinde Rodewald, deren Wappentier – die Eule – Namensgeberin der Radtour ist. Der Weg führt vorbei an einer beeindruckenden Moorlandschaft, dem Lichtenmoor. Es ist ein etwa zehn mal zehn Kilometer großes degeneriertes Hochmoor.

Im Inneren besteht ein rund 240 Hektar großes Naturschutzgebiet, ein bedeutendes Brut- und Rastquartier für Vögel (unter anderem Kraniche). Lohnenswert sind die spätromanische St. Aegidienkirche in Rodewald, ein Backsteinbau aus der Mitte des 13. Jahrhunderts sowie das Heimatmuseum Rodewald.

Das Museum befindet sich in einer ehemaligen Arztpraxis und zeigt Exponate aus dem Leben und Arbeiten vor rund 100 Jahren, wie die Einrichtung einer Apotheke, ein altes Klassenzimmer, historische Funde aus der Umgebung. Auch gibt es eine Sonderausstellung zum „Würger vom Lichtenmoor“. So wird ein großer Wolf bezeichnet, der 1948 angeblich zahlreiche Haus- und Wildtiere rund um das Lichtenmoor riss.

Ausstellung im Avacon-Museum

Weiterhin lädt das Avacon-Museum für Energiegeschichte(n) mit einer Ausstellung zu einer Zeitreise durch die Energieanwendungen des vergangenen Jahrhunderts ins Heimatmuseum Rodewald ein (Informationen zu den Öffnungszeiten unter (0 50 74) 5 66 und (0 50 74) 3 66. In unmittelbarer Nähe zum Heimatmuseum liegt ein Naturerlebnisbad mit Raftingstrecke und Sprungfelsen.

Die Rundtour „Von Riesen und Steinen“ (34 Kilometer) führt durch das landschaftlich reizvolle Gebiet um die Dörfer Wenden, Linsburg, Stöckse, und Sonnenborstel, dann durch den Staatsforst „Krähe“ und vorbei am Giebichenstein, Hügelgräbern und dem Stöckser See.

Der sagenumwobene Giebichenstein bei Stöckse ist mit 207 Tonnen einer der größten Findlinge Norddeutschlands. Die Gletscher der Eiszeit brachten ihn aus Schweden mit. In direkter Nachbarschaft befinden sich die Reste eines Großsteingrabes, und am Fuße des Felsens fand man ein steinzeitliches Jägerlager.

Sehenswert ist auch die Ahrbecker Bockwindmühle, eine der ältesten Windmühlen in Niedersachsen. Die 1681 erbaute Mühle kam zerlegt 1870 per Bahn nach Wenden, wo man sie wieder aufstellte. Es sind drei Mahlgänge vorhanden und noch heute ist sie voll funktionsfähig.

Eine weitere Besonderheit auf der Strecke ist Deutschlands einzige noch erhaltene Kartoffel-Dämpfanlage aus dem Jahre 1962. Durch das „Dämpfen“ von Kartoffeln wurde früher das stärkereiche Futter für die Schweinemast gewonnen. Das restaurierte Kulturdenkmal kann von außen besichtigt werden.

Durch Felder und Wiesen geht es auf der Rundtour „Natur pur“, mit 26 Kilometern die kürzeste der drei Touren. Besonders reizvoll ist die Heidelandschaft zwischen Steimbke und Rodewald in den Spätsommermonaten August und September. Hier können Radfahrer die Ruhe in der Natur genießen.

Unter www.mittelweser-tourismus.de gibt es die drei Steimbker Radtouren kostenfrei als pdf-Download und als GPX-Datei für GPS-Geräte. Ein kostenfreies Faltblatt zur Radtour ist erhältlich bei der Mittelweser-Touristik GmbH, Tel. (0 50 21) 91 76 30, info@mittelweser-tourismus.de

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Erstellt:
5. Mai 2021, 09:15 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 48sec

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