Die Brüder Dirk (schwarzes Shirt) und Knut (blaues Shirt) trafen sich im Rahmen der Radtour wieder. Steimbke

Die Brüder Dirk (schwarzes Shirt) und Knut (blaues Shirt) trafen sich im Rahmen der Radtour wieder. Steimbke

Steimbke 18.06.2019 Von Die Harke

Durch Hauptstädte und Steimbke

Stiftung der Polizeigewerkschaft radelt für den guten Zweck durch Deutschland

Auch Helfer brauchen zuweilen Hilfe: Die Stiftung der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) unterstützt Polizisten, Feuerwehrleute, Sanitäter und andere Retter, die im Einsatz verletzt oder traumatisiert wurden. Derzeit radeln Mitglieder der Polizeigewerkschaft durch ganz Deutschland, um Spenden für die Stiftungsarbeit zu sammeln. Dabei machten sie auch in Steimbke Station. „Die Stiftung unterhält in Bayern ruhige, naturnah gelegene Häuser, beispielsweise ehemalige Forsthäuser, in denen traumatisierte Helfer seelisch wieder auf die Beine kommen können“, sagt Dirk Hallmann, Regionalbeauftragter der Stiftung für die norddeutschen Bundesländer. „Jedes Jahr profitieren rund 140 Polizeibeamte und andere Helfer von der Arbeit der Stiftung.“

Die 2.500 Kilometer lange Spendentour durch Deutschland führt von Landeshauptstadt zu Landeshauptstadt – mit einer Ausnahme: Steimbke. Denn der Regionalbeauftragte Dirk Hallmann hat nicht zufällig den gleichen Nachnamen wie Steimbkes Samtgemeindebürgermeister Knut Hallmann: Die beiden sind Brüder, waren beide in leitender Funktion bei der Polizei und sind der Stiftung und ihrer Arbeit verbunden geblieben.

„Polizisten, Feuerwehrleute und Sanitäter sind einiges gewohnt. Aber für jeden Menschen gibt es Grenzen der Belastbarkeit“, sagt Knut Hallmann. Kaum jemand mache sich Gedanken darüber, was die Helfer sehen und erleben müssten. „Auch für traumatisierte oder durch besondere Einsatzsituationen außergewöhnlich belastete Feuerwehrkameradinnen und -Kameraden ist die DPolG-Stiftung eine Stütze. Deshalb war mir als Verantwortlicher für die Feuerwehren unserer Samtgemeinde dieser Kontakt wichtig“, meint der Steimbker Verwaltungschef.

Er habe die Kollegen gefragt, ob sie bei ihrer Tour nicht in Steimbke Station machen wollen, berichtet der Samtgemeindebürgermeister. Sie wollten: „In Bremen gestartet, kamen sie kurz nach 18 Uhr auf dem Rat-hausvorplatz an und übernachteten im Hotel ,Zur Post‘.“ Die Beamten freuten sich sichtlich über den warmherzigen Empfang. Am nächsten Tag ging es weiter nach Hannover.

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Erstellt:
18. Juni 2019, 05:45 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 53sec

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