Freuen sich über zwei Jahre „Repair Café“ (von links): Ulrike Granich, Marion Schaper, Martin Bauer und Claudia Hiesemann-Wienkamp (von links). Duensing

Freuen sich über zwei Jahre „Repair Café“ (von links): Ulrike Granich, Marion Schaper, Martin Bauer und Claudia Hiesemann-Wienkamp (von links). Duensing

03.09.2016

„Durchweg ein Erfolg“

Zwei Jahre „Repair Café“ in Nienburg

Von Michael Duensing

Nienburg. Genau heute vor zwei Jahren, am 4. September 2014, startete im Werkraum der Volkshochschule (VHS) Nienburg an der Rühmkorffstraße das „Repair Café“. Initiatorinnen dieses besonderen Projektes sind Marion Schaper vom Diakonischen Werk des Kirchenkreises Nienburg und Claudia Hiesemann-Wienkamp von der VHS. Die Bürgerstiftung im Landkreis Nienburg unterstützte damals die Umsetzung finanziell. Mit zum Team gehören Ulrike Granich und Martin Bauer - und selbstverständlich die fachkundigen Reparateure, die immer am ersten Donnerstag im Monat von 17 bis 20 Uhr Reparaturarbeiten leisten. Am vergangenen Donnerstag wurde das zweijährige Bestehen gefeiert - selbstverständlich mit einer leckeren Geburtstagstorte.

Auch zu diesem Termin kamen wieder zahlreiche „Kunden“ mit ihren Geräten - vorzugsweise Elektroartikel wie Lampen, Mixstab, Radio, Bohrmaschine oder Laptop. Das Prinzip ist einfach. Am Empfang füllen die Gäste einen kleinen Anmeldezettel aus und unterschreiben einen Garantieausschluss - denn die Reparaturen werden von Ehrenamtlichen ausgeführt, die zwar allesamt über ein großes Fachwissen verfügen, aber nicht wie in einer Fachwerkstatt Gewährleistungen übernehmen können. Und die Konkurrenz zu einem Fachbetrieb soll auch gar nicht erst entstehen. Es sind kleinere Reparaturen, zum Beispiel die Befestigung eines Laptop-Displays oder die Säuberung von Kontakten eines Radios. Auch die Bereiche Holz und Textil werden abgedeckt.

Neben der praktischen Hilfe betont Marion Schaper einen weiteren wichtigen Hintergrund: „Der Umweltschutz ist uns ein Anliegen, denn man kann Dinge reparieren und muss sie nicht gleich entsorgen, wenn sie nicht mehr funktionieren.“ Die Geselligkeit spielt natürlich auch eine Rolle. Es werden Kaffee und Gebäck angeboten. Das Angebot ist grundsätzlich kostenfrei und spendenfinanziert. „Das ‚Repair Café‘ ist durchweg ein Erfolg“, unterstreicht Claudia Hiesemann-Wienkamp. Rund 15 bis 25 „Kunden“ kommen zu den Donnerstagsterminen, die regelmäßig, außer in den Sommerferien und an Feiertagen, stattfinden, erklärt Martin Bauer. „Solange die Leute kommen, machen wir weiter“, schaut Marion Schaper in die Zukunft und stellt heraus: „Das ‚Repair Café‘ richtet sich auch an Menschen, die nicht so viel Geld zur Verfügung haben, und es ist ein Ort der Begegnung.“

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Erstellt:
3. September 2016, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 04sec

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