Ukrainische Soldaten bei der Ausbildung durch britische Streitkräfte in Südengland. Foto: Kirsty Wigglesworth/AP/dpa

Ukrainische Soldaten bei der Ausbildung durch britische Streitkräfte in Südengland. Foto: Kirsty Wigglesworth/AP/dpa

Brüssel 14.10.2022 Von Deutsche Presse-Agentur

EU-Staaten wollen ukrainische Soldaten ausbilden

Ukrainischen Streitkräften wird seit Monaten westliches Know-how vermittelt. Jetzt wird auch die EU dabei eine Rolle einnehmen - mit signifikanter Unterstützung Deutschlands.

Die EU-Staaten haben sich auf eine Ausbildungsmission für die ukrainischen Streitkräfte verständigt. Der Ausschuss der ständigen Vertreter der 27 Mitgliedstaaten billigte am Freitag in Brüssel einstimmig Pläne, die Trainingsprogramme für rund 15.000 Soldaten vorsehen, wie mehrere Diplomaten der Deutschen Presse-Agentur bestätigten. Um das Risiko zu minimieren, dass Russland die Ausbildungsmission angreift, wird die Ausbildung nicht in der Ukraine, sondern in Ländern wie Polen und Deutschland organisiert. Deutschland will „signifikanten Beitrag“ leistenBundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht hatte am Donnerstag am Rande eines Nato-Treffens in Brüssel gesagt, Deutschland werde einen signifikanten Beitrag zu der Mission leisten. Nach Angaben aus EU-Kreisen soll die Bundeswehr in den nächsten Monaten bis zu 5000 ukrainische Soldaten ausbilden. Die EU-Mission ist zunächst auf zwei Jahre angeleget. Sie soll zum Beispiel Scharfschützen ausbilden und Fähigkeiten in Bereichen wie Minenräumung und Sanitätsdienst vermitteln. Mehrere EU-Staaten bilden bereits ausAngesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hatte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell im August ein neues Programm zur Ausbildung der ukrainischen Streitkräfte ins Gespräch gebracht. Bereits heute bilden mehrere EU-Staaten ukrainische Soldaten auf Basis nationaler Absprachen aus. Deutschland engagierte sich zuletzt vor allem in den Bereichen Luftverteidigung und Artillerie. Zudem wurde gemeinsam mit den Niederlanden ein Vorschlag erarbeitet, wie die Ausbildung zur Minenabwehr verstärkt werden könnte.

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Erstellt:
14. Oktober 2022, 13:54 Uhr
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