EZB-Gewinn erneut gestiegen

EZB-Gewinn erneut gestiegen

Die Europäische Zentralbank in Frankfurt am Main. Foto: Andreas Arnold/dpa

Von dem Plus dürfte auch der Bundeshaushalt profitieren - denn der EZB-Gewinn wird komplett an die nationalen Notenbanken verteilt, also auch an die Deutsche Bundesbank. Und diese wiederum überweist ihren Gewinn in der Regel zum größten Teil dem Bundesfinanzminister. Seit Jahren kauft die EZB Staats- und Unternehmensanleihen im Kampf gegen niedrige Inflation und zur Unterstützung der Konjunktur - bis dato ein gutes Geschäft für die Notenbank. Die Nettozinserträge stiegen im vergangenen Jahr um 409 Millionen auf 2,686 Milliarden Euro. Zu den Zinseinnahmen gehören sowohl Erträge aus Dollar-Papieren als auch aus dem billionenschweren Anleihenkaufprogramm. Die Gebühren, die die Notenbank für ihre Aufgaben als Aufsichtsbehörde erhält, erhöhten sich binnen Jahresfrist um 19 Millionen Euro auf 537 Millionen Euro. Die EZB ist seit November 2014 die zentrale Bankenaufsicht für die Geldinstitute im Euroraum mit seinen 19 Ländern. Gut 1,4 Milliarden Euro des EZB-Gewinns wurden bereits am 31. Januar an die nationalen Notenbanken transferiert, die restlichen 935 Millionen Euro sollen an diesem Freitag fließen. Auf die Bundesbank entfallen entsprechend ihres Anteils am eingezahlten Kapital an der EZB etwas mehr als 26 Prozent. Die Bundesbank will nächste Woche Freitag (28.2.) ihren Jahresabschluss 2019 veröffentlichen.