Jesper Lindström (l) zeigte sich beim Frankfurter Sieg gegen Gladbach treffsicher. Foto: Marius Becker/dpa

Jesper Lindström (l) zeigte sich beim Frankfurter Sieg gegen Gladbach treffsicher. Foto: Marius Becker/dpa

Mönchengladbach 22.10.2022 Von Deutsche Presse-Agentur

Effiziente Eintracht hängt ersatzgeschwächte Borussen ab

Effizient, clever und unerbittlich: Eintracht Frankfurt hat mit den von etlichen Verletzungen geplagten Gladbachern kurzen Prozess gemacht.

Eintracht Frankfurt ist auf dem Weg in Richtung Bundesliga-Spitze. Effizient und abgezockt gewann das Team von Trainer Oliver Glasner am Samstagabend bei Borussia Mönchengladbach mit 3:1 (3:0) und sprang damit auf einen Champions-League-Platz. Bei den stark ersatzgeschwächten Borussen trafen zweimal Jesper Lindström (6. Minute/45.) und Éric Dina Ebimbe (29.) zum sechsten Sieg aus den vergangenen acht Bundesligaspielen. Für die Gladbacher traf lediglich Torjäger Marcus Thuram (72.).  Mit nun 20 Punkten aus elf Spielen ist die SGE, die schon am Mittwoch wieder in der Champions League gegen Olympique Marseille gefordert ist, nun Tabellenvierter. Die Hessen setzten sich dank des souveränen Sieges auch von der Borussia (16) ab, die erst mal ins Mittelfeld abrutscht. Gladbach ohne sechs StammspielerOhne sechs verletzte Stammspieler mühte sich das Team von Trainer Daniel Farke zwar und gestaltete das Spiel zunächst offen, blieb aber extrem glücklos. Zudem kassierte Mittelfeldspieler Manu Koné die fünfte Gelbe Karte und ist nun am kommenden Wochenende bei Tabellenführer Union Berlin gesperrt. Einziger Lichtblick aus Gladbacher Sicht bleibt Thuram, der im vierten Spiel in Serie traf.   Dagegen wird die Defensive wieder zum Problem. Insgesamt zwölf Gegentore kassierten die Gladbacher bislang in den vier Spielen im Oktober. In den ersten sieben Bundesligaspielen waren es nur fünf gewesen. Schon in der vergangenen Spielzeit unter Trainer Adi Hütter war das Defensivverhalten mangelhaft.  Vier Tage nach dem bitteren Pokal-Aus beim Zweitligisten SV Darmstadt entwickelte auch die Offensive zu wenig Druck auf die ebenfalls alles andere als sicher wirkende Eintracht-Abwehr. Zudem hielt Nationalkeeper Kevin Trapp einige Male bravourös. Sein Gladbacher Kollege Tobias Sippel sah weniger glücklich aus. Schon beim ersten gefährlichen Frankfurter Angriff trudelte der Ball an ihm vorbei ins Tor. Sippel reichte auch danach nicht an die Klasse von Stammkeeper Yann Sommer heran, der sich beim 1:2 am Dienstag in Darmstadt einen Bänderriss im Sprunggelenk zugezogen hatte.  Für Sippel war es das erste Bundesligaspiel seit dem 1:1 am 33. Spieltag der vergangenen Saison. Damals ging es in Frankfurt ebenfalls gegen die Eintracht.  Entscheidung nach dem SeitenwechselNoch vor der Pause erhöhten die Hessen nach einer Ecke durch Ebimbes Kopfball und einen erneut von Lindström abgeschlossenen Konter zur Vorentscheidung. Ebimbes 2:0 war dabei schon Frankfurts neuntes Saisontor nach einer Standardsituation.  Auch nach dem Wechsel taten sich die Gladbacher gegen die cleveren Gäste offensiv schwer. Zudem liefen sie immer wieder in gefährliche Konter, die Frankfurt aber nicht mehr konsequent ausspielte. Zu spät nutzte Thuram eine der durchaus vorhandenen Frankfurter Ungenauigkeiten in der Abwehr zum Anschluss.  Anschließend war das Spiel einige Minuten aus kuriosem Grund unterbrochen. Ein Kamerakabel war auf den Rasen gefallen. Dies sorgte für eine lange Nachspielzeit von über neun Minuten. 

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Erstellt:
22. Oktober 2022, 20:32 Uhr
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